Wenn unser Alles wenig ist

Es ist schon eine Weile her, seit ihr von uns gehört habt. Es gab viel zu tun, unsere Kinder waren viel krank, unser Sohn hatte sich den Arm gebrochen, zwei unserer Kinder wurden operiert. Unser Auto ging kaputt, wir mussten es verkaufen und sind seit ungefähr 5 Wochen ohne Auto. In solchen Zeiten, wo die Kraft nicht ganz ausreicht, wo man sich oft am liebsten in ein Schneckenloch verkriechen möchte, da lernt man, die Bedeutung von Gebet. Wenn nichts mehr hält, hält Jesus. Ich persönlich konnte in den vergangenen Wochen manchmal noch nicht mal ein Gebet formulieren, mir fehlte die Energie. Und da musste ich an Lied aus meiner Jugendzeit denken, von David Crowder. Da heißt es:

‚Lord, I am tired. So tired from walking. And Lord I am so alone. And Lord, the dark is creeping in, is creeping up to swallow me. I think I’ll stop, rest here for a while. And this is all that I can say right now, I know it is not much. And this is all that I can give, yeah, that’s my everything…‘

‚Herr, ich bin so müde. So müde vom Gehen. Und Herr, ich fühle mich so allein. Und Herr, die Dunkelheit kriecht in mein Leben, kriecht immer näher um mich zu verschlucken. Ich denke, ich bleibe hier stehen und ruhe mich ein wenig aus. Und das ist alles, was ich gerade jetzt sagen kann, ich weiß, das ist nicht viel. Und das ist alles, was ich geben kann – ja, das ist mein Alles…‘ 

Ich habe dieses Lied viel in letzter Zeit vor mich her gesungen, im Auto, in der Küche. Manchmal dabei geweint. Ich glaube, am meisten berührt mich, dass unser Alles für Jesus genug ist. Und wenn mein Alles nur ein wortloses Gebet ist, ein tränenverschleierter Blick auf ihn gerichtet – dann reicht das aus. Und so glauben wir, dass auch diese Zeit nur vorübergehend ist. Dass die Kraft wieder kommt. Dass Fülle wieder kommt und dass unser Mangel auch wieder ausgefüllt sein wird. Weil Jesus treu ist und er zu seinem Wort steht.

Und trotz allem Mangel, haben haben wir Grund zum Feiern, denn das Gebetshaus ist 1 10 Jahre alt geworden! Und es ist fast unglaublich, wie viel sich entwickelt hat in diesen kurzen zehn Jahren. Erstaunlich, was Gott alles machen kann, wenn man ihm Tür und Tor öffnet und ihm das grüne Licht gibt, das zu tun, was ER will. Viel zu oft sind wir mit unserer eigenen Agenda beschäftigt, wollen alles unter Kontrolle haben – aber dann bleibt es halt meist auch klein und überschaubar. Gott passt nicht in unser Kontrollsystem und das was er durch uns tun möchte, auch nicht. Es ist ein großes Wagnis sich darauf einzulassen, wie wir selbst immer wieder erleben, und erfordert absolutes und hunderprozentiges Gottvertrauen. Es geht absolut gegen alles, was unser menschliches Denken an Sicherheiten einfordert und erst recht gegen das System dieser Welt. Und das ist Nachfolge. Ist uns das eigentlich bewusst? Wie oft bleiben wir lieber in unserer Komfortzone, wo doch ein großes, ein wildes, ein unentdecktes Land auf uns wartet? Ich bin total dankbar, dass Johannes und Jutta Hartl damals vor 10 Jahren den Mut hatten, ‚auszusteigen‘ und dem Ruf Jesu zu folgen. Aus diesem Gehorsamsschritt ist ein weit gefächerter Segen für tausende von Menschen entstanden!
Hier könnt die ermutigende Geschichte des Gebetshauses hören:

Gestern vor einer Woche fand der großartige Freundestag des Gebetshauses statt! Wir haben ihn das zweite Mal als Missionare miterlebt und es ist eine riesige Freude, alte und neue finanzielle Unterstützer kennen zu lernen, wieder zu treffen, zusammen zu beten, zusammen Jesus im Lobpreis zu erheben. Das Ganze fühlt sich ein bisschen an wie eine Mini-Mehr, die Atmosphäre ist genial: über 1000 Leute, die für das 24 Stundengebet brennen, kommen zusammen um zu feiern. Es gab einen Vortrag von Johannes Hartl, der u.a. Mut gemacht hat, sich nicht auf das Dunkle in dieser Welt zu konzentrieren, sondern auf das zu schauen, was der Herr tut. Mittags gab es Gelegenheit, dass Missionare und Unterstützer sich etwas zurückziehen konnten um sich auszutauschen. Nachmittags gab es Lobpreis und die Möglichkeit sich segnen zu lassen und abends konnten wir im großen Stil mit Jazz Band, vorzüglichem Essen und gutem Wein ein Candle Light Dinner genießen. Wenn du Interesse am Partnerprogramm des Gebetshauses hast oder Fragen dazu, dann kannst du dich gerne an uns wenden! 

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Unsere Family beim Freundestag

An dieser Stelle möchte ich auch gerne Werbung machen für unseren Rundbrief, den wir ca. 5-6 Mal im Jahr per Email versenden. Du kannst dich ganz leicht und unkompliziert dafür anmelden: klicke hier

Danke für dein Interesse an unserem Dienst und diesem Blog. Sei reich gesegnet und stark behütet!

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Fastenzeit

Seit 19 Tagen fasten wir nun, morgen haben wir Halbzeit. Noch nie habe ich über so einen langen Zeitraum gefastet, noch nie hatte ich beim Fasten so eine edle, große Vision: die Errettung Europas. Wir klinken uns ein in eine europaweite Fasten-und Gebetskette: ‚Europe shall be saved‘ (www.esbs.com). Mehrere tausend Menschen aus allen Denominationen machen mit, jeder bringt sein Opfer und gemeinsam bestürmen wir den Gnadenthron Gottes, das er Erweckung nach Europa schicken möge – einmal mehr!

Ich bin mit großer Ehrfurcht in diese Fastenzeit hineingegangen, weil mir bewusst war, dass ich teilhabe an etwas großem, etwas historischem. Wir dürfen in etwas hinein investieren, das unseren Glauben sprengt, unseren geistlichen Horizont erweitert und die Geschichte unseres Kontinents maßgeblich beeinflusst. Es ist aber auch ein konfrontiert-werden mit den eigenen Grenzen, der eigenen Schwachheit. Ich werde ganz neu daran erinnert, dass ich ohne Jesus nichts tun kann. Diese Gedanken habe ich kurz vor der Fastenzeit aufgeschrieben und finde mich in diesen Tagen immer wieder daran erinnert: ‚Leer werden – Gedanken zur Fastenzeit‘ (Link).

Ich erinnere mich auch an dieses Lied, das ich in meiner Jugendzeit öfters gesungen oder gehört habe:

‚Is it true today that when people pray, cloudless skies will break, kings and queens will shake, yes it’s true and I believe it. Is it true today that when people pray, we’ll see dead men rise and the blind set free. Yes, it’s true and I believe it! I’m gonna be a history maker in this land, I’m gonna be a speaker of truth to all mankind, I’m gonna stand, I’m gonna run, into your arms, into your arms again.‘ (Delirious, History Maker).

Ich weiß noch gut, dass mir das Lied immer total abgehoben und unrealistisch vorkam. Das war nicht das Christentum, das ich lebte und das ich um mich herum sah. In mir war kein brennender Glauben, dass durch mein Gebet Regierungen beeinflusst werden können und Heilungswunder passieren. Das hat sich mittlerweile – Gott sei Dank! – gehörig geändert! Und nun bin ich Teil dieser großen Gebets- und Fastenbewegung und glaube und vertraue darauf, dass der Herr noch viel vorhat in und durch Deutschland und ganz Europa.

Vielleicht fragst du dich, wie das Fasten in unserer Großfamilie konkret aussieht? Ich bin selber ganz erstaunt, wie unsere Kinder das Fasten mittragen und mich auch daran erinnern, wenn ich mir zum Frühstück doch einen Kaffee gemacht habe, anstatt einer Tasse Kräutertee. ‚Mama, wir fasten doch!‘ Wir haben mit den Kindern abgesprochen, dass es keine Süßigkeiten gibt (außer Nachspeise beim Mittagessen) und auch kein Saft getrunken wird, sondern nur Wasser. Es gibt aber Ausnahmen – vor ein paar Tagen wurde unsere zweite Tochter 9 Jahre alt und da gab es schon Gummibärchen und Limo =). Mein Mann und ich versuchen am Tag mindestens eine Mahlzeit auszulassen und auch sonst auf alle überflüssigen Nahrungsmittel zu verzichten – Schokolade, Kuchen, Zucker usw. Manchmal denke ich mir, Mensch, da verzichten andere komplett auf Nahrung, trinken nur Wasser oder Saft und mein Opfer ist doch im Vergleich viel zu klein…aber ich spüre, wie Gott meinen Verzicht ehrt. Er sieht meinen vollen, hektischen Alltag, er weiß, meine Kinder brauchen eine geduldige und verständnisvolle Mama und dafür brauche ich ordentliches Essen im Magen. Deshalb an dieser Stelle eine große Ermutigung, sich das Fasten schon etwas kosten zu lassen, aber weise zu entscheiden, was für einen ganz persönlich dran ist. Der  Herr sieht das Herz an!

Ich lese in dieser Zeit das Buch von Mike Bickle ‚Der Lohn des Fastens‘. Ein unheimlich motivierendes Buch, wenn man sich mit knurrendem Magen fragt, warum und wieso man sich so etwas wie Fasten eigentlich antut! Das Buch kann man hier bestellen: Gebetshaus Shop.

Außerdem ist dieser Vortrag von Johannes Hartl sehr zu empfehlen, wenn man mehr über die Bewegung ‚Europe shall be saved‘ wissen möchte:

Nach 19 Tagen Fasten (mit ein paar Unterbrechungen) kann ich sagen, dass meine Sehnsucht nach Jesus gewachsen ist und meine Sehnsucht ihm zu begegnen größer geworden ist. Ich bin neu motiviert das Fasten, auch nach diesen 40 Tagen, in meinen Alltag zu integrieren. Die Sinne werden für Jesus geschärft und nicht durch sämtliche Ablenkungen vernebelt. Das ist eine so schöne Erfahrung und ich frage mich, warum ich dem nicht mehr nachjage.

Und so kann ich das Lied von Delirious ganz anders mitsingen und beten:

Is it true today that when people pray
We’ll see dead men rise
And the blind set free
Yes it’s true and I believe it
I’m living for you.

 

 

Katholischer Kulturschock

Ich hoffe, dass meine katholischen Freunde mir diesen Blogtitel vergeben, aber besser könnte man meine Erfahrungen im letzten Jahr nicht beschreiben. Ich bin im positiven Sinne schockiert und bewegt von dem, was ich von meinen katholischen Brüder und Schwestern gelernt habe. (For this Blog in English click here)

Ich bin wie fast jeder evangelikaler Amerikaner mit einer antikatholischen Einstellung groß geworden. Ganz ähnlich wie Nathanael aus der Bibel habe ich gesagt: ‚Was kann denn Gutes aus der katholischen Kirche kommen?‘ Das habe ich über viele Jahre tatsächlich geglaubt – heute schäme ich mich für meinen Stolz und meine Vorurteile. Ich war extrem skeptisch allem katholischem gegenüber, mein Elternhaus und der theologische Einfluss, dem ich ausgesetzt war, haben meine Einstellung nur bestätigt. Ich möchte hier aber keine theologische Auseinandersetzung anstoßen, sondern einfach nur davon erzählen, was im vergangenen Jahr in meinem Herzen passiert ist.

Meinen ersten katholischen Kulturschock habe ich erlebt, als ich über das Buch ‚Nachfolge Christi‘ von Thomas a Kempis gestolpert bin, als ich das Leben von Vincent van Gogh studiert habe, der selbst sehr geprägt war von dieser Schrift. Thomas a Kempis, ein katholischer Mönch, verfasste ‚Nachfolge Christi‘ im Jahr 1418 und das Andachtsbuch wurde schnell ein weltweiter Bestseller. Ich selbst war tief bewegt von der praktischen Theologie und den Wahrheiten, die ich beim Lesen erkannt habe.

Aber das war alles nichts im Vergleich, was mich beim Gebetshaus Augsburg erwartete. Mir war natürlich bewusst, dass das Gebetshaus überkonfessionell arbeitet und von einem katholischen Theologen, Dr. Johannes Hartl gegründet wurde. Ich habe allerdings nicht erwartet, dass mich der tiefe Glaube meiner  katholischen Geschwister so tief berühren würde. Schon so oft hat mich die glasklare biblische Aussage der Lehren von Johannes Hartl tief getroffen. Was für eine Leidenschaft und Klarheit für Jesus! (Hier ein link zu einigen Vorträgen)

Einen weiteren ‚Schock‘ erlebte ich, als ich erfuhr, dass mein Schichtleiter für die Morgenschicht im Gebetsraum niemand anderes war, als ein katholischer Theologe aus Wien. Wien – die Stadt, in der ich mit meiner hochmütigen Einstellungen Katholiken gegenüber aufwuchs! Gott hat definitiv Humor. Ich bin so berührt von der Aufrichtigkeit meines Schichtleiters und seinem tiefen Glauben. Mit seinen jungen Jahren hat er schon mehrere Anbetungslieder geschrieben, die in ganz Deutschland gesungen werden.

Doch es geht noch weiter. Viele unserer finanziellen Unterstützer sind hingegebene Katholiken. Unsere Familie wurde in den letzten Monaten zwei Mal von katholischen Familien gesegnet, die uns in ihrem Zuhause einen Urlaub ermöglichten. Und man lernt Menschen nochmal ganz anders kennen, wenn man deren Bücherregale sieht. Da standen John Piper, C.S. Lewis und Pete Greig neben Cantalamessa und Papst Benedict. Sehr inspirierend!

Fast jeder aus meiner Morgenschicht im Gebetshaus hat einen katholischen Glaubenshintergrund. Wenn ich ihre Zeugnisse höre, kann ich es kaum fassen und bin mit echter Freude erfüllt. Ich liebe den christuszentrierten überkonfessionelen Geist im Gebetshaus. Nur an Orten wie diesen kann es passieren, dass ein evangelikaler Amerikaner von einem katholischen Priester zum Kaffee eingeladen wird und sich ein offenes, authentisches Gespräch über den Glauben entwickelt. So eine Erfahrung wünsche ich jedem Christen. Wenn du an so einem Austausch interessiert bist, dann ist es möglich das Gebetshaus jederzeit zu besuchen oder du nimmst an der großen Gebetshauskonferenz teil, der MEHR, die wieder im Januar 2017 stattfinden wird. 8000 Gläubige aus allen Denominationen werden in Augsburg zusammenkommen.

Ich empfinde tiefe Demut wenn ich den Glauben meiner katholischen Geschwister sehe. Alle meine Vorurteile und mein Unwissen haben sich als haltlos erwiesen und ich bin beschämt darüber, wie ich einst geurteilt habe.  Vor ein paar Wochen habe ich meinen Schichtleiter gefragt, ob ich ihn als Vertreter für alle Katholiken aus Wien um Vergebung für meinen Stolz bitten kann. Es war für mich ein sehr bedeutender Moment, als er mir Vergebung zusprach.

Natürlich ist mir noch vieles aus der katholischen Tradition fremd. Begriffe wie Medjugorie, eucharistische Anbetung, Heiligsprechung ergeben für mich (noch) keinen Sinn. Wem es ähnlich geht, empfehle ich an dieser Stelle das Buch ‚Katholisch als Fremdsprache‘ von Johannes Hartl.

Dieser Kulturschock, wie die meisten, hat sich als gesund und horizont-erweiternt erwiesen.

Catholic Culture shock

I hope my catholic friends will forgive me for the title of this blogpost, but it truly reflects my heart and experience over the past year.  I have been shocked and shaken in a positive way by my catholic brothers and sisters. (Für diesen Blog in Deutsch clicke hier)

You must know that I grew up like almost every American evangelical as anti-Catholic.  Much like Nathanael I said in my heart „Can anything good come from Catholics“.  I cringe at my pride and prejudice as I write this, but this is what I believed in my heart for so many years.  Fueled by doctrinal disputes and my upbringing I always was ultra-skeptical of anything coming out of the catholic church.  I do not wish to elaborate on the doctrinal issues that differ in this blog, but instead let you take part in the change in my heart that has taken place this past year.

My first culture shock actually came years back when I was introduced to Thomas a Kempis‘ „Imitation of Christ“ through my research on Vincent Van Gogh, who was greatly impacted by this reading.   Thomas a Kempis, a catholic monk, wrote this devotional book in 1418, which for centuries was the most widely read devotional book.   I was greatly impacted by the practical theology and the daily truths won out of this reading.

But that reading is nothing compared to what I experienced this year at the prayer house in Augsburg.  I knew when I started at the prayer house that it was an inter-denominational place founded by a catholic theologian, Dr. Johannes Hartl.  I didn’t expect though to be so touched by such deep faith.  I have been struck many times by the bible-centered heart that is displayed in the powerful teachings of Johannes Hartl.  What clarity, what passion for Christ!   (here link to youtube messages )

Another shock came when I found out that my prayerhouse leader for the morning shift is a catholic theologian from Vienna, Austria – the same city I grew up in with my so anti-Catholic thinking.   Was this God’s sense of humor?  I am touched by this man’s sincerity and deep faith.  He has already at his young age written great worship songs that are being sung all throughout Germany.

Further ripples of this shockwave touched my heart when I realized that so many of our financial supporters are devout Catholics.  Our family even benefitted twice by the kindness and hospitality of dear catholic friends who let us stay in their homes for vacation.  You get to know people even better when you are in their home and realize what books they read.  John Piper, C.S.Lewis and Pete Greig next to books by Cantalamessa and Pope Benedikt.

Almost everyone in  my morning shift has a catholic background.  I am still today often dumbfounded when I hear their testimonies and greatly overjoyed.  I love the Christ-centric interdenominational spirit of the prayer house.   It is only at the prayer house that an American evangelical, like myself, can be asked by a catholic priest to sit down with him for a cup of coffee and have a tremendous heart to heart conversation about faith. I wish everyone could experience this.  If you are interested you can come and visit us at any time or come to our big Conference MEHR  in January where over 8000 people from all kinds of Christian backgrounds come together.

I am utterly humbled by the faith of my catholic brothers and sisters.  All my preconceptions and prejudice have crumbled and left me ashamed for how I used to think.  A couple of weeks ago I asked my shift leader, the theologian from Vienna, if I could ask him as representative of all Catholics from Vienna for forgiveness for my pride and prejudice towards them.  It was a very moving moment in my heart when he spoke out to me forgiveness on behalf of the Viennese Catholics.

I still do not understand many things out of the catholic tradition.  Words like Medjugorje, Eucharistic adoration, veneration of the saints still bring utter puzzlement to my face.  Perhaps that will never quite change, but what I know has changed in my heart is my love and acceptance for my catholic brothers and sisters.

This culture shock, like most, has been good and healthy for my soul.

(For further thoughts on this, I encourage my German evangelical readers to read „Katholisch als Fremdsprache“ by Johannes Hartl.)

Freundestreffen 2016

Jedes Jahr veranstaltet das Gebetshaus ein Freundestreffen, zu dem alle Freunde des Gebetshauses eingeladen werden, die die Vision nicht nur im Gebet und im Herzen, sondern auch finanziell unterstützen.

Wir als Familie haben uns sehr auf diesen Tag gefreut, vor allem weil wir einige unserer Partner das erste  Mal persönlich kennen lernen konnten. Seit Jeremy im März 16 GebetshausMissionar geworden ist, hat Gott uns mit vielen wunderbaren Menschen verbunden, die uns seitdem jeden Monat finanziell für den Dienst freisetzen. Jeremys Arbeit trägt sich zu 100% aus Spenden und wir leben komplett von der Vorsehung und Versorgung Gottes.
Als im November letzten Jahres die Entscheidung anstand, ob wir Gottes Ruf in die Gebetsbewegung folgen, waren wir uns des großen Risikos, was das Finanzielle angeht, sehr wohl bewusst. Aber wir wussten auch, dass Gott das bezahlt, was er bestellt. Dass er ruft und dann auch versorgt. Nur allein, weil wir das in der Bibel lesen und weil wir es auch schon persönlich erleben durften, konnten wir diesen Schritt wagen. Und Gott hat uns nicht im Regen stehen lassen: nach und nach stellten sich Menschen an unsere Seite und geben uns nun Monat für Monat etwas von ihrem Geld ab, so dass Jeremy sich ganz in das Gebetshaus investieren kann. Es erstaunt uns immer wieder, wenn wir darüber nachdenken, wie Gott innerhalb kürzester Zeit uns ein Gehalt zur Verfügung gestellt hat, von dem wir gut leben können.

Es war also eine riesengroße Freude, gestern einige von unseren Partnern zu treffen! Um 9 Uhr ging das Freundestreffen offiziell los und man konnte sich bei einer Tasse Kaffee schon etwas unterhalten. Um 10 Uhr gab es erstmal Lobpreis und dann einen sehr guten, ermutigenden und herausfordernden Input von Dr. Johannes Hartl, dem Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg. Es ging um nichts weniger als die Errettung Europas und Gottes wunderbaren Plan in dieser schwierigen und für viele mutlosen Zeit. Die Grundaussage lautete, dass es ist nicht an der Zeit ist zu verzagen, sondern aufzustehen und im Glauben, dass Gott Großartiges vorbereitet, voran zu gehen. Deutschland (und ganz Europa) braucht Jesus!

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Copyright Foto: Johannes Hartl

In der Mittagspause gab es wieder Gelegenheit zu Gesprächen und etwas Zeit zum Ausruhen. Der Nachmittag startete mit Lobpreis, darauf folgend Informationen über das vergangene Gebetshausjahr und was für das nächste Jahr und darüber hinaus geplant ist. Um 16 Uhr war dann Zeit, in der sich die GebetshausMissionare mit ‚ihren‘ Unterstützern zurück ziehen konnten um sich persönlich auszutauschen und füreinander zu beten.
Das war für uns persönlich das Highlight des Tages: da sassen wir nun auf Bierbänken in einem kleinen Kreis im Schatten eines großen Busches. Und es fühlte sich ein bisschen so an wie ein Familientreffen. Diese wunderbaren Menschen, die aus der Schweiz, aus Mainz, aus Karlsruhe usw. angereist waren, waren uns schon durch Emails und dem ein oder anderen Telefonat oder einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen bekannt, aber sich so gegenüber zu sitzen, machte uns bewusst, dass Gott hier die Fäden in der Hand hält und alles von Anfang an koordiniert hat. Wir sassen buchstäblich unseren Gebetserhörungen gegenüber!  Was für ein Vorrecht so deutlich den Willen Gottes zu sehen und zu spüren. Und was uns auch besonders bewegt hat: wir kommen aus den unterschiedlichsten kirchlichen und gemeindlichen Prägungen: katholisch, evangelisch, freikirchlich, charismatisch, pietistisch. Und wir alle lieben Jesus! Das ist unser gemeinsames Fundament und macht die Arbeit des Gebetshauses möglich. Gott führt zusammen, was zusammen gehört. Einfach erstaunlich!
Nach einer kurzen Vorstellungs- und Austauschrunde beteten wir füreinander und Jeremy und ich wurden noch gesegnet, was uns sehr tief bewegt hat.

Nach dieser wunderschönen Stunde war dann erstmal Pause bis 19 Uhr. Wir als Familie nutzten die Zeit schnell nach Hause zu fahren und uns für das Gala Dinner am Abend vorzubereiten. Gala Dinners gehören zum Gebetshaus bei besonderen Veranstaltungen seit den Anfangsjahren dazu, weil Gott anzubeten nicht nur in einem Gebetsraum stattfinden kann, sondern z.B. auch in der Gemeinschaft bei leckerem Essen und gutem Wein. Johannes Hartl sagte gestern so schön: ‚Du kennst das Gebetshaus noch nicht, wenn du noch kein Gala Dinner miterlebt hast.‘ Und so putzten wir uns fein heraus und genossen bei schön gedecktem Tisch ein edles 3 Gänge Menu, mit erlesenen Weinen (übrigens von einem gläubigen Winzer, der einen Bibelvers auf jede Flasche druckt!) und guten Gesprächen.
‚Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist!‘ Psalm 34, 8

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Copyright Foto: Johannes Hartl

Unsere Kinder haben sich auch sehr gut amüsiert und so konnten wir den Abend fast bis zum Schluss mit genießen und haben den Nachtisch nicht verpasst (was mir persönlich immer sehr wichtig ist! =) ) Um kurz vor 11 war unser Jüngster dann aber doch sehr müde und ich fuhr mit den Kindern nach Hause; Jeremy half noch mit beim Abbau.

Was für ein schöner, gesegneter, mächtiger Tag liegt nun hinter uns und wir freuen uns jetzt schon auf den 20. Mai 2017,  da ist das nächste Freundestreffen geplant.

Wenn du es auf dem Herzen hast, das Gebetshaus oder einen Gebetshausmissionar finanziell zu unterstützen (und somit auch zu dem wunderbaren, einmaligen Freundestreffen eingeladen zu werden ;-)) dann schau doch mal auf der Gebetshaus Webseite vorbei, wo alle Missionare vorgestellt werden und du alle notwendigen Infos findest. 

HOPES 2016

Die letzten Tage waren sehr aufregend für uns. Im Gebetshaus fand zum zweiten Mal die HOPES statt (Houses Of Prayer European Summit).

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(photo credit: Gebetshaus Augsburg)

40 Gebetshäuser aus ganz Europa waren vertreten. Die Teilnehmer kamen zum größten Teil in privaten Unterkünften unter und wir hatten das Privileg Karel und Thomas aus dem Gebetshaus in Nantes, Frankreich willkommen zu heißen. Vor zwei Jahren waren Kev und Katie vom Gebetshaus Stoke-on-Trent, England bei uns zu Gast. Es ist faszinierend Menschen aus verschiedenen Ländern, mit verschiedenen kirchlichen Hintergründen kennenzulernen und doch den gleichen Herzschlag zu haben: das 24 Stundengebet.

 

Ich war während der Konferenz nicht vor Ort im Gebetshaus, sondern zu Hause bei den Kindern. Aber Jeremy hat mir natürlich viel erzählt und dank einiger Facebook Videos konnte ich ein wenig von der wundervollen Atmosphäre schmecken, die während der vergangenen drei Tage dort geherrscht hat.

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Teilnehmer der HOPES 2016. Wer findet Jeremy? =) photo credit: Gebetshaus Augsburg

Gott bereitet seine Kinder auf etwas Großartiges vor: Erweckung in ganz Europa! In den Tagen vor der HOPES fand in Genf eine Konferenz statt, wo geistliche Leiter aus Europa (das Gebetshaus war von Johannes Hartl vertreten) und der ganzen Welt sich beraten haben, wie man so viele Menschen wie nur möglich mit dem Evangelium erreichen kann. 100 Millionen Seelen sollen gerettet werden – das ist die große Zahl, die dort genannt wurde. Für Gott ist nichts unmöglich und dieser Traum ist auch auf Gottes Herzen. Dieses Video gibt einen kleinen Einblick in das Treffen in Genf (auf Englisch).

Wie passend,  dass gleich darauf die HOPES statt fand, wo sich Menschen getroffen haben, die genau diese Erweckung auf dem Herzen haben und sie im Gebet vorbereiten wollen.

 

 

1. März

Heute war ein Freudentag für uns! Jeremy hatte seinen ersten Arbeitstag im Gebetshaus und am Nachmittag wurde er im Gebetsraum für seinen Dienst gesegnet.

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Wir sind so dankbar wie der Herr uns bis hierhin geführt und geleitet hat. In seiner Gnade haben wir heute von 3 Menschen erfahren, dass sie uns finanziell unterstützen möchten. Wir haben mutig gebetet und Gott hat unser Gebet erhört: wir sind bei 50% angelangt!!! Halleluja!

Wir beten mutig weiter und vertrauen darauf, dass Gott uns alles geben wird, was wir brauchen. Uns wurde mehrmals heute zugesagt, dass wir keinen Mangel leiden werden. Am Ende der Lobpreiszeit wurde das Lied ‚I shall not want‘ gesungen, dass mich seit einiger Zeit begleitet und mir schon viel Mut gemacht hat. Der Herr schenkt uns voll ein!

Danke, dass ihr diesen Weg mit uns mitgeht. Danke, dass ihr mitbetet. Danke für alle euer Mitfreuen! Unser Herr segne euch alle reichlich…