Im Schatten seiner Flügel

Unser Gott ist ein Gott, der Wunder tut. Der auf übernatürliche Weise in unser Dasein kommen kann. Manchmal öffnen sich unsere Augen für die unsichtbare Welt um uns herum.

Wir dürfen das in der letzten Zeit erleben.

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Ich habe einmal gehört, dass in der Bethel Church in Redding, Kalifornien einfach so Federn von der Zimmerdecke fielen. Die ganzen Luftschächte wurden auseinander genommen, weil man gedacht hatte, es würden Vögel dort nisten. Aber es wurden keine Vögel gefunden und schließlich fand man sich damit ab, dass hier ein übernatürliches Phänomen passierte und Gott sich so manifestierte. Dass das in Form von Federn war, ist überhaupt nicht abwegig, benutzt die Bibel doch öfters das Bild, dass wir im Schutz von Gottes Flügeln sind.

‚Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.‚ Psalm 17,8

‚Lass mich wohnen in deinen Zelten ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen.‘ Psalm 61,5

‚Der Herr, der Gott Israels, unter dessen Flügeln du Zuflucht gesucht hast, soll dir das vergelten und dich reich belohnen.‘ Rut 2,12

Mich hat das mit den Federn fasziniert. Ich liebe es, wenn Gottes Reich in unsere Welt hereinbricht und wir einen kleinen Einblick in die Realität der unsichtbaren Welt bekommen! Wenn unerklärliche Dinge passieren und wir einfach voller Staunen anerkennen müssen, dass Gott gewaltig und groß ist.

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Und so habe ich angefangen zu beten, dass Gott sich auch auf diese Weise uns als Familie zeigt. Im letzten Winter haben wir tatsächlich schneeweiße, flauschige Federn im Garten gefunden. Dann längere Zeit nur vereinzelt ein paar Federn. Und nun seit ein paar Tagen ist unser Garten regelrecht übersät mit Federn! Wir kommen gar nicht hinterher mit dem Einsammeln! Es ist eine Freude diese kleinen, sauberen, teilweise blütenweiße Federn zu betrachten. Mittlerweile ist schon eine kleine Schüssel voll und die Zartheit und Sanftheit von so vielen Federn zeichnet uns ein neues Bild von Gottes Güte und Liebe. Er umgibt uns mit so viel Weichheit, so viel Geborgenheit…

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Wir sind mittlerweile fest davon überzeugt, dass diese Federn Zeichen des Himmels sind. Genau wie in Redding haben wir erstmal alles abgesucht nach Nestern, haben den Himmel beobachtet und auf Vögel gewartet, aber nichts entdeckt. Interessant ist, dass die Federn praktisch in einer Spur um unser Haus herum liegen und immer zur gleichen Tageszeit entdeckt werden. Wenn wir sie aufsammeln, dann fliegen diese kleinen, leichten Federn beim kleinsten Windstoß uns wieder aus der Hand – es ist kaum zu erklären, wie sie immer wieder bei uns im Garten und noch dazu in dieser Anordnung landen.

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Ich persönlich gehe gerade durch eine sehr herausfordernde Zeit, die mir viel Kraft und Mut abverlangt. Jesus weiß, dass dieses liebevolle Zeichen mit den Federn, genau die Botschaft ist, die mein Herz gerade braucht.

Und diese Federn machen Sehnsucht auf mehr. Mehr übernatürliche Begegnungen mit Jesus, mehr Einblick in Sein Reich, mehr von Ihm….immer mehr von Ihm. Je mehr wir von seiner Güte schmecken und sehen, desto mehr wollen wir uns in ihm verlieren.

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Foto Credits: Inka Hammond

 

 

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Working on the 90%

„Life is 10% what happens to us and 90% of how you react to it.“ -Charles R. Swindoll

Today should have not happend this way… I, sure didn’t plan it this way!

I woke up at 5 am today ready to go to the prayer room.  All thankful for the car I have, I drove off through the empty Sunday morning streets.  Just before I got to the Prayerhouse – my front left tire blew.  Just barely making it over a big intersection, I parked the car in a side road and walked the last bit to the prayerroom to begin my 2 hour prayer time.

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How do I start a prayertime when I have a flat tire in my head – frustrated about what just happened?!  How can I truly pray when there are so many worries going through my mind?  „How will I get home?“ „I didn’t want to buy new tires this month!“ „How do I put on a spare tire ?“  „How do I get the car back home?“ :  A thousand little thoughts distracting me.  I sat down in the back of the prayerroom thinking:  „These are going to be long 2 hours!“

Thankfully though I remembered that I do have a choice!  A choice to worry and a choice to trust God.  I can sit in the prayerroom full of worry,  planing and sceaming on how to get my problem fixed or I can choose to trust in God who said he sees everything and will take care of me.  So 10 minutes into sitting in the back worrying I took a stand!

Litterally – I stood up.

One thing I have learned lately is that my physical posture in prayer has a direct influence on my heart attitude.  It matters what I do with my body in prayer and it can make the defining difference.  So I stood and began to walk and pray.  I began to remind myself of all the attributes God has. I started to see my situation from a different perspective and realized that my worrying was not going to change a thing.  Prayer has so much to do with the perspective from which you are praying.  Standing still, facing the wall I said: „God, I choose to not worry about this.  I choose you!“

I choose to work on the 90%.  How about you?

(I was later that day able to put on the spare tire and get the car home – I’m going tire shopping today 😉 )

Spätsommer

Die Ferien gehen in Bayern langsam aber sicher ihrem Ende zu. Unser Jüngster geht seit ein paar Tagen in den Kindergarten. Veränderungen stehen vor der Tür!

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Herbstblumen in unserem Garten…

Nicht mehr lange und alle Kinder sind vormittags aus dem Haus. Die vergangenen 10 1/2 Jahre war ich die typische stay-at-home Mama und habe es (meistens) sehr genossen. Ich kann gar nicht glauben, dass die Jahre mit Kleinkindern um mich herum nun zu Ende sind und ich plötzlich Zeit nur.für.mich habe! Seit Monaten träume und plane ich schon und ich freue mich sehr, ab Oktober im Gebetshaus mit einer lieben Freundin die Auszeitler zu begleiten und regelmäßig am Donnerstag von 9-10 Uhr im Gebetsraum Lobpreis zu leiten. Und ich hoffe, das ein oder andere Nähprojekt in Angriff zu nehmen und vielleicht sogar einen Onlinekurs über Anbetung zu belegen. Okay, ich sehe schon: ich bin total verplant! Aber ich freue mich sehr auf diese neue Phase in meinem, unseren Familienleben.

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Gott hat Jeremy und mich während den vergangenen Sommerwochen dazu herausgefordert, nachzudenken wo unseren ‚Mandate‘ liegen. Wo ruft der Herr uns hin? Was ist dran, was nicht? Was ist unser Herzschlag, wofür brennen wir? Es war spannend darüber zu beten und zu spüren: eigentlich ist es glasklar, was der Herr uns aufs Herz gelegt hat. Und so haben wir eine kleine Skizze angefertigt und wollen sie bei uns zu Hause aufhängen und immer wieder dem Herrn hinlegen und mutig vorangehen. Bei all den Überlegungen hat uns ein Satz von Mark Batterson sehr vorangetrieben:

‚Wenn dir dein Traum keine Angst macht, ist er zu klein.‘

Gott liebt es, wenn wir groß träumen, so dass es gar nicht möglich werden kann, wenn Er nicht eingreift. Es ist ein bisschen so wie auf dem Wasser laufen…ein super Glaubenstraining!

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Diesen Sommer haben wir Gottes Versorgung wunderbar erleben dürfen. Zum Beispiel haben wir für Urlaubsgeld gebetet. Anfang August fingen wir an Gott um eine bestimmte Summe zu bitten – aber sie kam und kam nicht. Nach unserem Urlaub erfahren wir, dass bereits Ende Juli eine uns unbekannte Person genau diesen Betrag auf unser Gebetshauskonto überwiesen hat!
Wir lieben es zu verreisen und waren Anfang des Jahres ein wenig skeptisch, wie wir das mit unserer neuen Lebenssituation als Missionare dieses Jahr finanzieren sollen. Und dann erhielten wir eine liebe Email von einer Familie aus Wien (die wir zu dem Zeitpunkt noch nicht kannten) und sie boten uns an, dass wir in ihrer Wohnung Urlaub machen können, wenn sie selber verreist sind. Voller Freude und Staunen haben wir dieses großzügige Angebot angenommen und haben nun zwei wunderschöne Wochen in Wien verbracht. Das bedeutet uns auch deswegen sehr viel, weil Jeremy dort aufgewachsen ist und auch ich fast 2 Jahre dort gelebt und wir einen wichtigen Abschnitt in unserer Beziehung in Wien durchlaufen haben. Gott ist gut!

Am 2.9. erschien mein erster Beitrag in der neuen Reihe ‚BeneDicta‘ von kath.net. 5 Frauen schreiben jede Woche einen Artikel über das was sie und die Welt bewegt. Ich habe mich sehr gefreut, als ich angefragt wurde mitzumachen – vor allem weil es eine katholische Plattform ist und ich es als Ehre empfinde, als evangelisch-freikirchliche Autorin dabei sein zu dürfen. Wir erleben mehr und mehr: der Herr führt zusammen, was zusammen gehört. Hier könnt ihr meinen Beitrag nachlesen: ‚Weinen erlaubt‘. 

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In all dem Neuen, zwischen all den Veränderungen, tut es gut zu wissen, dass unser Herr derselbe ist – gestern, heute und morgen. Er ändert sich nicht, seine Barmherzigkeit ist jeden Morgen neu. Manchmal fühlen wir uns überwältigt, verängstigt, wenn das Leben so schnell voran geht, dass wir kaum hinterher kommen. Wenn der Terminplaner so voll ist und wir uns fragen, ob wir uns selbst irgendwann entlang des Weges verloren haben. Es ist immer der richtige Zeitpunkt inne zu halten und sich auf Gott auszurichten. Es ist nie zu spät, sein ganzes Leben ihm hinzulegen.

Wir lassen uns von Jesus führen in weites, unbekanntes Land…

photo credits: Familie Hammond, thecall.com

 

‚Nachts denke ich über dich nach, Herr…‘

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Copyright Inka Hammond

Unser ‚Abenteuer Gebetsnacht‘ war eine wunderschöne, tiefgehende Erfahrung…Wir haben von 22 Uhr bis 8 Uhr mit verschiedenen Schwerpunkten die Nacht durch gebetet. Es war so bewegend zu erleben, wie ich nach meiner Gebetsstunde um 1 Uhr nachts ‚abgelöst‘ wurde durch den nächsten Gebetsleiter und wie das ‚Gebetsfeuer‘ am Brennen gehalten wurde. Das hat so ein starkes Gefühl von Einheit hervorgebracht.
Gott in der Nacht zu suchen ist wirklich etwas besonderes und  stärkt den Glauben enorm. Ich bin davon überzeugt, dass wir in dieser Nacht ein machtvolles Zeichen in der unsichtbaren Welt gesetzt haben und dem Heiligen Geist mehr Raum geschaffen haben unter uns zu wirken. Die Zeiten in denen wir leben sind so extrem, dass wir als Christen durchaus zu ‚extremen‘ Mitteln greifen dürfen um uns zu positionieren und Gott den Weg zu bereiten. Gebet in der Nacht ist nicht ‚wirkungsvoller‘ oder ‚heiliger‘ als Gebet am Tag – aber es ist eine mächtige Ergänzung und führt uns Christen in die Fülle unserer Berufung hinein.

‚O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern gestellt, die fortdauernd bei Tag und Nacht nicht schweigen werden. Ihr, die ihr den Herrn an seine Zusagen erinnert, gönnt euch keine Ruhepause.‘ Jesaja 62,6

Es war auch sehr bewegend einige Zeugnisse am Sonntag morgen im Gottesdienst zu hören, wie Gott während  des Anbetunsabends und in der Nacht berührt und ermutigt hat. Auch haben ganz viele Teilnehmer der Gebetsnacht gesagt, dass die Zeit wie im Fluge vorbei ging. Gott schenkt Kraft, wenn man sich auf diesen herausfordernden Weg einlässt!

Ich persönlich war sehr erstaunt wie viel Schwung mir der Herr am Tag darauf geschenkt hat. Obwohl ich sehr wenig Schlaf abbekommen habe, verspürte ich kaum Müdigkeit und war von großer Freude erfüllt über das, was Gott in unserer Mitte getan hat und noch tun wird.

Unser Fazit: Gebetsnächte sind auf alle Fälle empfehlenswert und absolut zur Nachahmung geeignet! =) Bei uns war das mit Sicherheit nicht die letzte Gebetsnacht…wir haben Feuer gefangen!

 

Abenteuer Gebetsnacht

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Die Einladung zu unserer ersten Gebetsnacht! (Copyright Inka Hammond)

Gott sagt in seinem Wort: ‚Mein Haus soll ein Bethaus sein.‘ Jesaja 56,7 

Jeremy und ich staunen über die Gebetshausbewegung! Gebetshäuser schießen wie Pilze aus dem Boden und wo man auch hinsieht, gibt es sehr wahrscheinlich ein Gebetshausprojekt. Oft noch ganz klein mit nur ein paar Leuten, die oft noch nicht einmal wissen, dass sie Teil einer globalen, vom Heiligen Geist initiierten Bewegung sind. Es begeistert uns zutiefst zu beobachten, wie sich die Leidenschaft für das Gebet mehr und mehr ausbreitet. Was vor einem Jahr noch undenkbar war, passiert plötzlich.

Zum Beispiel Gebetsnächte. Wir hatten es schon länger auf dem Herzen in unserer Gemeinde eine Gebetsnacht zu veranstalten. Heute Abend geht es los mit einem Anbetungsabend (wir freuen uns sehr, dass Anton Svoboda mit Band vom Gebetshaus die Lobpreisleitung übernimmt!) und dann beten wir von 22 Uhr bis um 8 Uhr morgen früh. Es ist einfach toll zu beobachten: die Kirchen und Gemeinden lassen sich von der Leidenschaft für das Gebet anstecken. Gott ruft seine Braut wieder zurück an sein Herz. Wo oft Aktionismus vorherrscht, wächst die Hingabe für Jesus. Gebet bekommt wieder seinen Platz und das ist einfach wunderbar. Johannes Hartl hat diesen schönen Satz gesagt: ‚Gebet ist nicht Alles. Aber ohne Gebet ist Alles nichts.‘ 

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copyright Johannes Hartl

Wir werden heute Nacht verschiedene Schwerpunkt im Gebet haben: unsere Gemeinde, Heilung, Politik und Gesellschaft, Familie, Männer, Flüchtlinge usw. Ich liebe es in der Nacht zu beten, auch wenn es anstrengend ist und viel Kraft kostet. Jeremy hat so schön erst vor kurzem über das Beten in den ‚verborgenen Stunden‘  geschrieben. Es lohnt sich Gott auch in der Nacht zu suchen und über seine Gebote nachzudenken (Psalm 119, 55).

Vielleicht bist du jetzt inspiriert und möchtest in deiner Kirche oder Gemeinde auch eine Gebetsnacht veranstalten? Wenn du Fragen hast, kannst du dich an uns wenden.  Wir stehen dir gerne mit Rat und Tat zur Seite!
inkahammond@gmail.com, jeremy.l.hammond@gmail.com

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Gebetsplan (copyright Inka Hammond)

Freundestreffen 2016

Jedes Jahr veranstaltet das Gebetshaus ein Freundestreffen, zu dem alle Freunde des Gebetshauses eingeladen werden, die die Vision nicht nur im Gebet und im Herzen, sondern auch finanziell unterstützen.

Wir als Familie haben uns sehr auf diesen Tag gefreut, vor allem weil wir einige unserer Partner das erste  Mal persönlich kennen lernen konnten. Seit Jeremy im März 16 GebetshausMissionar geworden ist, hat Gott uns mit vielen wunderbaren Menschen verbunden, die uns seitdem jeden Monat finanziell für den Dienst freisetzen. Jeremys Arbeit trägt sich zu 100% aus Spenden und wir leben komplett von der Vorsehung und Versorgung Gottes.
Als im November letzten Jahres die Entscheidung anstand, ob wir Gottes Ruf in die Gebetsbewegung folgen, waren wir uns des großen Risikos, was das Finanzielle angeht, sehr wohl bewusst. Aber wir wussten auch, dass Gott das bezahlt, was er bestellt. Dass er ruft und dann auch versorgt. Nur allein, weil wir das in der Bibel lesen und weil wir es auch schon persönlich erleben durften, konnten wir diesen Schritt wagen. Und Gott hat uns nicht im Regen stehen lassen: nach und nach stellten sich Menschen an unsere Seite und geben uns nun Monat für Monat etwas von ihrem Geld ab, so dass Jeremy sich ganz in das Gebetshaus investieren kann. Es erstaunt uns immer wieder, wenn wir darüber nachdenken, wie Gott innerhalb kürzester Zeit uns ein Gehalt zur Verfügung gestellt hat, von dem wir gut leben können.

Es war also eine riesengroße Freude, gestern einige von unseren Partnern zu treffen! Um 9 Uhr ging das Freundestreffen offiziell los und man konnte sich bei einer Tasse Kaffee schon etwas unterhalten. Um 10 Uhr gab es erstmal Lobpreis und dann einen sehr guten, ermutigenden und herausfordernden Input von Dr. Johannes Hartl, dem Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg. Es ging um nichts weniger als die Errettung Europas und Gottes wunderbaren Plan in dieser schwierigen und für viele mutlosen Zeit. Die Grundaussage lautete, dass es ist nicht an der Zeit ist zu verzagen, sondern aufzustehen und im Glauben, dass Gott Großartiges vorbereitet, voran zu gehen. Deutschland (und ganz Europa) braucht Jesus!

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Copyright Foto: Johannes Hartl

In der Mittagspause gab es wieder Gelegenheit zu Gesprächen und etwas Zeit zum Ausruhen. Der Nachmittag startete mit Lobpreis, darauf folgend Informationen über das vergangene Gebetshausjahr und was für das nächste Jahr und darüber hinaus geplant ist. Um 16 Uhr war dann Zeit, in der sich die GebetshausMissionare mit ‚ihren‘ Unterstützern zurück ziehen konnten um sich persönlich auszutauschen und füreinander zu beten.
Das war für uns persönlich das Highlight des Tages: da sassen wir nun auf Bierbänken in einem kleinen Kreis im Schatten eines großen Busches. Und es fühlte sich ein bisschen so an wie ein Familientreffen. Diese wunderbaren Menschen, die aus der Schweiz, aus Mainz, aus Karlsruhe usw. angereist waren, waren uns schon durch Emails und dem ein oder anderen Telefonat oder einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen bekannt, aber sich so gegenüber zu sitzen, machte uns bewusst, dass Gott hier die Fäden in der Hand hält und alles von Anfang an koordiniert hat. Wir sassen buchstäblich unseren Gebetserhörungen gegenüber!  Was für ein Vorrecht so deutlich den Willen Gottes zu sehen und zu spüren. Und was uns auch besonders bewegt hat: wir kommen aus den unterschiedlichsten kirchlichen und gemeindlichen Prägungen: katholisch, evangelisch, freikirchlich, charismatisch, pietistisch. Und wir alle lieben Jesus! Das ist unser gemeinsames Fundament und macht die Arbeit des Gebetshauses möglich. Gott führt zusammen, was zusammen gehört. Einfach erstaunlich!
Nach einer kurzen Vorstellungs- und Austauschrunde beteten wir füreinander und Jeremy und ich wurden noch gesegnet, was uns sehr tief bewegt hat.

Nach dieser wunderschönen Stunde war dann erstmal Pause bis 19 Uhr. Wir als Familie nutzten die Zeit schnell nach Hause zu fahren und uns für das Gala Dinner am Abend vorzubereiten. Gala Dinners gehören zum Gebetshaus bei besonderen Veranstaltungen seit den Anfangsjahren dazu, weil Gott anzubeten nicht nur in einem Gebetsraum stattfinden kann, sondern z.B. auch in der Gemeinschaft bei leckerem Essen und gutem Wein. Johannes Hartl sagte gestern so schön: ‚Du kennst das Gebetshaus noch nicht, wenn du noch kein Gala Dinner miterlebt hast.‘ Und so putzten wir uns fein heraus und genossen bei schön gedecktem Tisch ein edles 3 Gänge Menu, mit erlesenen Weinen (übrigens von einem gläubigen Winzer, der einen Bibelvers auf jede Flasche druckt!) und guten Gesprächen.
‚Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist!‘ Psalm 34, 8

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Copyright Foto: Johannes Hartl

Unsere Kinder haben sich auch sehr gut amüsiert und so konnten wir den Abend fast bis zum Schluss mit genießen und haben den Nachtisch nicht verpasst (was mir persönlich immer sehr wichtig ist! =) ) Um kurz vor 11 war unser Jüngster dann aber doch sehr müde und ich fuhr mit den Kindern nach Hause; Jeremy half noch mit beim Abbau.

Was für ein schöner, gesegneter, mächtiger Tag liegt nun hinter uns und wir freuen uns jetzt schon auf den 20. Mai 2017,  da ist das nächste Freundestreffen geplant.

Wenn du es auf dem Herzen hast, das Gebetshaus oder einen Gebetshausmissionar finanziell zu unterstützen (und somit auch zu dem wunderbaren, einmaligen Freundestreffen eingeladen zu werden ;-)) dann schau doch mal auf der Gebetshaus Webseite vorbei, wo alle Missionare vorgestellt werden und du alle notwendigen Infos findest. 

Die verborgenen Stunden

Letzte Woche durfte ich wie jeder Gebetshausmissionar einmal im Quartal eine Woche lang die Nachtschicht von 3:00 – 6:00 Uhr im Gebet unterstützen.

Ich war dem ganzen von Anfang an positiv eingestellt, da ich meine allerersten Berührungen mit dem Gebetshaus mit der Nachtschicht verbinde.  Ich betete eine Zeit lang Mittwochs von 4:00 – 6:00 Uhr und pendelte dann nach München in meine Arbeit. Das war nicht leicht so früh auf zustehen, aber es hat sich immer gelohnt.

Und so auch dieses Mal.  Ich glaube nicht, dass ich als Gebetshaus Missionar das Gefühl von „Verrücktheit“ von dem was ich mache (24/7 Gebet) je komplett verlieren werde und alles in Routine übergeht.  Ich musste letzte Woche öfters in mich hineinlachen als ich um 2:30 Uhr aufstand und durch die menschenleere Straßen fuhr – nicht um eine wertvolle Produktion aufrecht zu erhalten, eine alles entscheidende Präsentation vor zu bereiten oder einen Notfall zu lösen …sondern um zu beten!  Es packt mich noch immer:  Der Gedanke „Warum tust Du das eigentlich, Jeremy?“  „Das ist doch verrückt!!“  „Lohnt sich diese Anstrengung wirklich?“  Ich bin so froh wenn diese Gedanken aufkommen, denn sie rücken alles wieder zurecht.  Sie halten Routine und Stumpfheit von meinem Gebet fern. Sie zwingen mich auf den Grund zu gehen und prüfen meine Motivation.  Fahre ich mitten in der Nacht zum Gebetshaus nur weil mein Name auf einem Schichtplan steht? …Oder weil meine Kollegen auf mich zählen?   …Oder weil es die Pflicht verlangt?

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Schnell taucht in mir dann der befreiende Gedanke in mir auf, dass Jesus eben DOCH würdig ist Tag und Nacht angebetet zu werden  Ja!  Es darf mir auch was kosten ihn anzubeten.  Und oh! Er enttäuscht nicht…!  Es hat sich gelohnt.

Ich war müde – sehr sogar (wir hatten gerade das Wochenende davor die HOPES im Gebetshaus). Ich fühlte mich, als ob ich alles gegeben habe – leer.  Eigentlich ein Gefühl das ich bis jetzt nur aus meiner  Arbeit im Infineon Konzern kannte:  alle Ressourcen, Kräfte und Register gezogen für die Arbeit …NUR dieses Mal war da etwas anders.   Ich war mitten in der Nacht um Zeit mit dem Herrn aller Herren zu verbringen – dem Schöpfer – mein Erlöser, der für mich alles hingab. Ich war da um Dinge in der unsichtbaren Welt zu bewegen und für die Nöte dieses Landes zu beten.  Es ist etwas besonderes mitten in der Nacht zu beten.

Im Gebetshaus Augsburg findet von 2:00-4:00 Uhr immer Fürbitte statt.  Als ich um 3:00 Uhr in den Raum kam war schon ein Gebetseifer im Raum zu spüren, der mich schnell wach rüttelte und mich zum Mitbeten anregte. Da ist eine Klarheit und Reinheit mitten in der Nacht; die geistliche Atmosphäre scheint weniger ‚verschmutzt‘.  Meine eigenen Gedanken, Wünsche und ToDo Listen schlafen noch,  so dass ich mich komplett auf Gottes Herz ausrichten kann.  Irgendwie ist nachts zu beten auch eine Form des Fastens…es macht leer um von Ihm gefüllt zu werden.

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Als ich mit meiner Frau verlobt war, haben wir oft bis spät in die Nacht telefoniert.  Jede Strapaze in unserer Fernbeziehung war mir recht um sie auch nur für ein paar kurze Stunden zu sehen oder mit ihr zu reden.

Hast Du auch solche Momente gehabt?

Wo ruft Jesus Dich wieder zur ersten Liebe zurück?  Wie könntest Du diese Woche Dich an Gott verschwenden?

Als König David den Tempel bauen wollte und nach einem geeigneten Grundstück suchte, wurde ihm ein geeigneter Platz umsonst angeboten. Ich liebe es, wie König David auf diesen billigen Deal reagierte:

„Ich möchte dem Herrn nicht ein Opfer darbringen das mich nichts gekostet hat.“ 1. Chroniker 21:24