Haussegen

Für euch zur Info: heute startet mein Projekt ‚Haussegen‘! (www.haussegen.org) Ich bin sehr aufgeregt und freue mich und hoffe, dass ‚Haussegen‘ wirklich für viele zum Segen wird.

Um was es geht? Familien stellen während ihrer eigenen Urlaubszeit ihre 4 Wände anderen Familien zur Verfügung und ermöglichen so einen preisgünstigen Urlaub. Es besteht auch die Möglichkeit einen Häusertausch zu organisieren. Wer mehr wissen möchte, kann sich gerne den aktuellen Blogpost auf ‚Alltagsliebe‘ durchlesen oder gleich bei www.haussegen.org vorbeischauen.

 

 

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Erweckung liegt in der Luft!

Mein Herz ist voll. Randvoll. Übervoll!

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Unser Weg von unserer Unterkunft zur Friends Arena, wo ‚Awakening Scandinavia‘ statt fand.

Seit Dienstag sind wir wieder Zuhause und was wir in Schweden erleben durften, hat mich so tief berührt. Da ist so viel passiert, dass ich noch ganz viel am verarbeiten und sortieren bin – aber so viel kann ich sagen: der Herr hat mächtig gewirkt! Nicht nur in unserem persönlichen Leben, sondern in einem ganzen Volk, in den ganzen nordischen Nationen. So oft hab ich einfach nur zugesehen, wie die Schweden vom Heiligen Geist berührt wurden. Oft hab ich nicht verstanden, was genau gesagt wurde, weil in dem Moment nicht ins Englische übersetzt wurde, aber die Sprache des Heiligen Geistes ist universal. Tanzende junge Menschen, im Lobpreis erhobene Hände, gemeinsames Gebet, Heilungen. Es ist einfach so.viel.passiert.
Wir leben in einer Zeit, wo das Schlechte, das Schlimme unheimlich schnell wächst und um sich greift. Aber zeitgleich erhebt sich Gott und sein Reich verbreitet sich rasant. Wir müssen auf das schauen, was Gott in der Welt tut und uns nicht von schlechten Nachrichten verunsichern lassen. Gott erhebt sich. Menschen bekehren sich zu tausenden. Erweckung liegt in der Luft!

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Es war ein Privileg für mich als Deutsche bei einer Konferenz dabei zu sein, die primär für die Schweden und die nordischen Nationen gedacht war. Mehrmals wurde erwähnt, dass deutsche Kirchen und Gemeinden viel Geld investiert haben, dass Awakening Scandinavia stattfinden konnte. Ich hatte mehrmals das Bild von deutschen Soldaten im Sinn, die im zweiten Weltkrieg versucht haben den Norden zu besetzen. Und jetzt sendet Gott die Deutschen mit einer Mission der Liebe in die europäischen Nationen. Es war kein Zufall, dass das erste Awakening letztes Jahr in Nürnberg stattfand. Und es ist auch kein Zufall, dass die Homebase von GODfest Ministries, die die Awakening Treffen organisieren, seit kurzem in Deutschland ist. Ich glaube fest, dass Gott Deutschland und die deutschen Christen dazu aufruft, den europäischen Ländern in Demut und Liebe zu dienen. Den Fluch, der unter Hitler ausging, in Segen zu verwandeln. Ich habe in Schweden so eine große Liebe für das schwedische Volk und die ganzen nordischen Länder bekommen, dass ich es kaum fassen konnte. Und das ist erst der Anfang! In Nürnberg wurde eine Welle der Erweckung los getreten, die jetzt in Schweden größer und intensiver wurde. Der Schulterschluss zwischen Christen unterschiedlicher Denominationen und Herkunft, mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen – aber vereint in der Liebe zu Jesus, ist gewaltig. Gottes Wirken in unserer Zeit bekommt mehr und mehr eine Größenordnung, die unseren menschlichen Verstand zu sprengen droht. Awakening Europe ist dabei natürlich nur eine Komponente. Es entstehen so viele Bewegungen, es gibt so viele christliche Konferenzen mit tausenden von Menschen aus ganz Europa. Genf, Manchester, Stockholm, Amsterdam. Über Europa braut sich ein geistlicher Hurrikan zusammen, der keine Vernichtung bringen wird, sondern Heilung und Ermutigung und Erweckung.

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copyright ‚Awakening Europe‘

Schweden war wie ein Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Jahren erwartet. Immer wieder hörten wir ‚Jesus-Sprechchöre‘, selbst außerhalb der Halle. Überall beteten Menschen füreinander, auch in der nahe gelegenen Shopping Mall, der ‚Mall of Scandinavia‘.  Wir hörten von Wundern, die Jesus in der Stockholmer Innenstadt wirkte. In einem Nachtclub brach ein junger Mann leblos zusammen, ein Security Mann vor Ort war Christ und betete. Das Herz des Mannes fing wieder das schlagen an! Junge Menschen, die sich die Arme ritzten, empfingen Heilung und alle Narben verschwanden spurlos. Was mich besonders bewegte, war das bewegende Zeugnis von Todd White und sein Aufruf, alle Heuchelei beiseite zu legen und ohne Kompromisse Jesus nachzufolgen. Er hatte kaum den Aufruf ausgesprochen, rannten (!!) hunderte von Menschen nach unten auf die Plattform. Junge Männer erkannten, dass sie mit ihren Freundinnen nicht mehr ohne Ehe zusammenleben sollen und entschieden sich an Ort und Stelle zu heiraten. Es war fast unglaublich. Der Heilige Geist war so intensiv spürbar …

img_8589Es war auch extrem bewegend, ungefähr 15 Pastoren aus Stockholm und ganz Schweden gemeinsam auf der Bühne zu sehen. Ben Fitzgerald meinte im Vorfeld, dass es in Schweden sehr schwierig war, die verschiedenen Gemeinden und Kirchen für die Vision von Awakening Europe zu vereinigen. Und dann standen da oben Männer und Frauen Gottes, es passierte Versöhnung, es wurde unter Tränen um Vergebung gebeten, wie die Christen in Schweden sich in der Vergangenheit Israel gegenüber verhalten haben, es wurde Buße getan darüber, dass man keine klaren Stand gegenüber der Homo-Ehe eingenommen hat, es wurde darüber geweint, dass die Väter sich so passiv verhalten haben. Es war einfach nur gewaltig.

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copyright ‚Awakening Europe‘

Die ganze Zeit über war so ein Hunger nach mehr von Jesus zu spüren. So eine Heiligkeit, so eine Sehnsucht. Wir sind nach Schweden gereist, um mehr von Jesus zu sehen und sind zurück gekommen mit einem noch größerem Verlangen nach mehr von ihm. Ich glaube, dass es an der Zeit ist, die Kontrolle an Jesus abzugeben. Wir Deutschen lieben es ja, alles schön in ordentliche Kisten zu packen, alles zu beschriften, alles erklären zu können. Erweckung kann man nicht erklären. Wenn wir Erweckung erleben wollen, müssen wir dem Heiligen Geist Freiraum geben. Wir müssen unsere Agenda, unsere Pläne, unsere Vorstellungen am Kreuz ablegen und sagen: ‚Hier bin ich, Herr, mach mit mir was du willst.‘ Erweckung verlangt absolute Hingabe, grenzenloses Vertrauen.

Bin ich bereit? Bist du bereit?

In Nürnberg und jetzt in Stockholm haben wir sehen dürfen, was in Europa möglich geworden ist. Die Menschen auf den Straßen sind so offen für das Evangelium. Jesus will uns persönlich mit seine Liebe anrühren, so dass wir überfließen und die Liebe weitergeben.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht wir, wer dann?

Jesus, fange mit mir an. Schenk Erweckung in meinem Herzen und dann verändere die Welt durch mich. Nimm mich, ich will nichts zurück halten. Nimm mich, ich bin ganz dein. Lass mich deine Herrlichkeit sehen, lass mich sehen, wie du wirklich bist.  Und lass mich die Menschen um mich herum durch deine Augen sehen. Amen!

Copyright aller Fotos, soweit nicht anders vermerkt: Inka Hammond

Auf dem Wasser gehen

Spirit lead me where my trust is without borders
(Geist Gottes, führe mich dorthin, wo mein Vertrauen ohne Grenzen ist)
Let me walk upon the waters
(Lass mich auf dem Wasser gehen)
Wherever You would call me
(Wo auch immer du mich hinrufst)
Take me deeper than my feet could ever wander
(Führe mich tiefer, als meine Füße mich je tragen könnten)
And my faith will be made stronger
(dann wird mein Glauben stärker)
In the presence of my Savior.
(in deiner Gegenwart)

(Oceans, Hillsong)

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Der Himmel über Stockholm gestern Nachmittag. 

Dieses Lied habe ich gestern im Flugzeug angehört und dachte mir, besser könnte man unser Herzensgebet kaum in Worte fassen. Der Herr sucht nach Menschen, die bereit sind ihre bisherigen Vorstellungen von ihm und davon, wir ihr Leben auszusehen hat, beiseite legen und ausrufen: ‚Herr, dein Wille geschehe, nicht meiner!‘ Als wir ziemlich genau vor einem Jahr die Entscheidung getroffen haben, ins Gebetshaus zu gehen, war das – menschlich gesehen – eine absolut verrückte, sogar unverantwortliche Entscheidung. Was ist seitdem passiert? Der Start war holprig, wir hatten Angst, nicht genügend finanzielle Unterstützer zu finden, wir mussten sämtliche Sicherheiten loslassen. Und dann kam Gott. Immer und immer und immer wieder überrascht er uns mit seiner Vorsorge, seiner Güte. Wir leiden keinen Mangel. Unser Glaube ist in Dimensionen gewachsen, die wir uns vor einem Jahr kaum vorstellen konnten. Wir beten: ‚Gib mir einfach nur Jesus.‘ Alles ist sinnlos und nutzlos, wenn wir Jesus nicht haben. Würden wir uns wieder so entscheiden? Alles hinzulegen, um näher bei Jesus zu sein? Ja, absolut.

Gott hat uns gestern auf unserem Weg nach Stockholm so gesegnet. Wir hatten keine Verspätungen und haben ohne Probleme unsere Wohnung gefunden. Unser Vermieter hat für uns ein günstiges Taxi für die Rückfahrt zum Flughafen organisiert (soweit hatten wir noch gar nicht gedacht…). Vom Fenster sieht man die Friends Arena wo seit gestern Nacht alles für die Konferenz aufgebaut wird. (Hier ein Video von Ben Fitzgerald und anderen aus der Friends Arena). Heute Abend um 19 Uhr geht es los. Es besteht die Möglichkeit, das alles live auf God.tv zu verfolgen!

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Die Aussicht von unserer Wohnung in Stockholm – im Hintergrund die Friends Arena! 

Wir genießen jetzt noch das herrliche herbstliche Sonnenwetter und schauen, ob Stockholm wirklich so schön ist, wie ich mir das immer vorgestellt habe! =)

Stockholm, wir kommen!

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Herzliche Grüße vom Münchner Flughafen! Bald geht unser Flug Richtung Stockholm und wir sind aufgeregt! Gestern wurde uns nochmal klar, dass wir wirklich bei Awakening Europe dabei sein sollen – denn es lief alles schief. Es ist wirklich so: Anfechtungen können eine gute Bestätigung sein, dass man Gottes Willen tut.

Und so sitzen wir jetzt hier und warten auf das Boarding. Für mich als Mama ist es gerade ziemlich schwer, meine Kinder nicht um mich zu haben und bald so weit weg von ihnen zu sein (obwohl ich weiß, dass sie bei Jeremys Eltern gut aufgehoben sind =)).

Jeremy und ich haben uns in den letzten Tagen über diese Reise unterhalten und was uns antreibt nach Stockholm zu fliegen um bei Awakening Europe dabei zu sein. Der Grundtenor ist, dass wir einen unglaublichen Hunger nach mehr von Jesus haben. Wir sehnen uns danach, von ihm berührt zu werden und verändert zu werden. Wir wollen da sein, wo er wirkt, wo etwas Mächtiges im Reich Gottes passiert, wo sich Dinge bewegen. Wir wollen inspiriert werden für unser alltägliches Leben mit Jesus, wir wollen mutiger unseren Glauben bekennen und die Ängste in unseren Herzen besiegen. Manchmal muss man sich tatsächlich auf den Weg machen, ein Zeichen setzen, Gott zeigen – nicht nur sagen – wie ernst es uns mit unserer Sehnsucht ist.

Wir erwarten Großes von Gott. Großes für die Menschen in Stockholm, in Schweden und ganz Skandinavien. Ben Fitzgerald, der Gründer von den Awakening Events, hat vor ein paar Tagen erzählt, dass sich Fernsehsender in ganz Skandinavien – von den Färöer Inseln bis nach Lettland – zusammen getan haben, um das gesamte Event live (!) zu übertragen. So ist es praktisch jedem Skandinavier in den nächsten Tagen möglich, von Jesus zu hören. Wir sind gespannt auf die Einsätze in Stockholm, wo wir die Liebe Jesu ganz praktisch demonstrieren werden.

Und wir erwarten auch Großes für uns ganz persönlich. Das vergangene Jahr war, besonders für mich, nicht einfach. Ich habe viel aufarbeiten müssen, habe große Ängste durchlitten. Schon länger habe ich den Eindruck, dass diese Reise – die für mich kein Zuckerschlecken ist – meiner Seele Heilung bringen wird. Es fühlt sich für mich so an, als würde ich aus dem sicheren Boot aussteigen und auf dem Wasser gehen. Vom menschlichen her wäre es vielleicht besser gewesen, ich hätte mich erstmal ordentlich erholt und wäre dann stabil und ohne Angst losgegangen. Aber der Herr ruft uns dazu auf, auch Risiken für ihn einzugehen, ihm zu 100% zu vertrauen, kein Netz und doppelten Boden unter sich zu haben zu wollen, ihn unsere einzige Hoffnung sein zu lassen. Da stehe ich gerade. Stockholm ist für mich eine Kampfansage an den Feind: Ich lasse mich nicht einschüchtern. Jesus ist größer als meine Angst.

Und so steigen wir gleich voller Zuversicht in das Flugzeug.

 

Katholischer Kulturschock

Ich hoffe, dass meine katholischen Freunde mir diesen Blogtitel vergeben, aber besser könnte man meine Erfahrungen im letzten Jahr nicht beschreiben. Ich bin im positiven Sinne schockiert und bewegt von dem, was ich von meinen katholischen Brüder und Schwestern gelernt habe. (For this Blog in English click here)

Ich bin wie fast jeder evangelikaler Amerikaner mit einer antikatholischen Einstellung groß geworden. Ganz ähnlich wie Nathanael aus der Bibel habe ich gesagt: ‚Was kann denn Gutes aus der katholischen Kirche kommen?‘ Das habe ich über viele Jahre tatsächlich geglaubt – heute schäme ich mich für meinen Stolz und meine Vorurteile. Ich war extrem skeptisch allem katholischem gegenüber, mein Elternhaus und der theologische Einfluss, dem ich ausgesetzt war, haben meine Einstellung nur bestätigt. Ich möchte hier aber keine theologische Auseinandersetzung anstoßen, sondern einfach nur davon erzählen, was im vergangenen Jahr in meinem Herzen passiert ist.

Meinen ersten katholischen Kulturschock habe ich erlebt, als ich über das Buch ‚Nachfolge Christi‘ von Thomas a Kempis gestolpert bin, als ich das Leben von Vincent van Gogh studiert habe, der selbst sehr geprägt war von dieser Schrift. Thomas a Kempis, ein katholischer Mönch, verfasste ‚Nachfolge Christi‘ im Jahr 1418 und das Andachtsbuch wurde schnell ein weltweiter Bestseller. Ich selbst war tief bewegt von der praktischen Theologie und den Wahrheiten, die ich beim Lesen erkannt habe.

Aber das war alles nichts im Vergleich, was mich beim Gebetshaus Augsburg erwartete. Mir war natürlich bewusst, dass das Gebetshaus überkonfessionell arbeitet und von einem katholischen Theologen, Dr. Johannes Hartl gegründet wurde. Ich habe allerdings nicht erwartet, dass mich der tiefe Glaube meiner  katholischen Geschwister so tief berühren würde. Schon so oft hat mich die glasklare biblische Aussage der Lehren von Johannes Hartl tief getroffen. Was für eine Leidenschaft und Klarheit für Jesus! (Hier ein link zu einigen Vorträgen)

Einen weiteren ‚Schock‘ erlebte ich, als ich erfuhr, dass mein Schichtleiter für die Morgenschicht im Gebetsraum niemand anderes war, als ein katholischer Theologe aus Wien. Wien – die Stadt, in der ich mit meiner hochmütigen Einstellungen Katholiken gegenüber aufwuchs! Gott hat definitiv Humor. Ich bin so berührt von der Aufrichtigkeit meines Schichtleiters und seinem tiefen Glauben. Mit seinen jungen Jahren hat er schon mehrere Anbetungslieder geschrieben, die in ganz Deutschland gesungen werden.

Doch es geht noch weiter. Viele unserer finanziellen Unterstützer sind hingegebene Katholiken. Unsere Familie wurde in den letzten Monaten zwei Mal von katholischen Familien gesegnet, die uns in ihrem Zuhause einen Urlaub ermöglichten. Und man lernt Menschen nochmal ganz anders kennen, wenn man deren Bücherregale sieht. Da standen John Piper, C.S. Lewis und Pete Greig neben Cantalamessa und Papst Benedict. Sehr inspirierend!

Fast jeder aus meiner Morgenschicht im Gebetshaus hat einen katholischen Glaubenshintergrund. Wenn ich ihre Zeugnisse höre, kann ich es kaum fassen und bin mit echter Freude erfüllt. Ich liebe den christuszentrierten überkonfessionelen Geist im Gebetshaus. Nur an Orten wie diesen kann es passieren, dass ein evangelikaler Amerikaner von einem katholischen Priester zum Kaffee eingeladen wird und sich ein offenes, authentisches Gespräch über den Glauben entwickelt. So eine Erfahrung wünsche ich jedem Christen. Wenn du an so einem Austausch interessiert bist, dann ist es möglich das Gebetshaus jederzeit zu besuchen oder du nimmst an der großen Gebetshauskonferenz teil, der MEHR, die wieder im Januar 2017 stattfinden wird. 8000 Gläubige aus allen Denominationen werden in Augsburg zusammenkommen.

Ich empfinde tiefe Demut wenn ich den Glauben meiner katholischen Geschwister sehe. Alle meine Vorurteile und mein Unwissen haben sich als haltlos erwiesen und ich bin beschämt darüber, wie ich einst geurteilt habe.  Vor ein paar Wochen habe ich meinen Schichtleiter gefragt, ob ich ihn als Vertreter für alle Katholiken aus Wien um Vergebung für meinen Stolz bitten kann. Es war für mich ein sehr bedeutender Moment, als er mir Vergebung zusprach.

Natürlich ist mir noch vieles aus der katholischen Tradition fremd. Begriffe wie Medjugorie, eucharistische Anbetung, Heiligsprechung ergeben für mich (noch) keinen Sinn. Wem es ähnlich geht, empfehle ich an dieser Stelle das Buch ‚Katholisch als Fremdsprache‘ von Johannes Hartl.

Dieser Kulturschock, wie die meisten, hat sich als gesund und horizont-erweiternt erwiesen.

Catholic Culture shock

I hope my catholic friends will forgive me for the title of this blogpost, but it truly reflects my heart and experience over the past year.  I have been shocked and shaken in a positive way by my catholic brothers and sisters. (Für diesen Blog in Deutsch clicke hier)

You must know that I grew up like almost every American evangelical as anti-Catholic.  Much like Nathanael I said in my heart „Can anything good come from Catholics“.  I cringe at my pride and prejudice as I write this, but this is what I believed in my heart for so many years.  Fueled by doctrinal disputes and my upbringing I always was ultra-skeptical of anything coming out of the catholic church.  I do not wish to elaborate on the doctrinal issues that differ in this blog, but instead let you take part in the change in my heart that has taken place this past year.

My first culture shock actually came years back when I was introduced to Thomas a Kempis‘ „Imitation of Christ“ through my research on Vincent Van Gogh, who was greatly impacted by this reading.   Thomas a Kempis, a catholic monk, wrote this devotional book in 1418, which for centuries was the most widely read devotional book.   I was greatly impacted by the practical theology and the daily truths won out of this reading.

But that reading is nothing compared to what I experienced this year at the prayer house in Augsburg.  I knew when I started at the prayer house that it was an inter-denominational place founded by a catholic theologian, Dr. Johannes Hartl.  I didn’t expect though to be so touched by such deep faith.  I have been struck many times by the bible-centered heart that is displayed in the powerful teachings of Johannes Hartl.  What clarity, what passion for Christ!   (here link to youtube messages )

Another shock came when I found out that my prayerhouse leader for the morning shift is a catholic theologian from Vienna, Austria – the same city I grew up in with my so anti-Catholic thinking.   Was this God’s sense of humor?  I am touched by this man’s sincerity and deep faith.  He has already at his young age written great worship songs that are being sung all throughout Germany.

Further ripples of this shockwave touched my heart when I realized that so many of our financial supporters are devout Catholics.  Our family even benefitted twice by the kindness and hospitality of dear catholic friends who let us stay in their homes for vacation.  You get to know people even better when you are in their home and realize what books they read.  John Piper, C.S.Lewis and Pete Greig next to books by Cantalamessa and Pope Benedikt.

Almost everyone in  my morning shift has a catholic background.  I am still today often dumbfounded when I hear their testimonies and greatly overjoyed.  I love the Christ-centric interdenominational spirit of the prayer house.   It is only at the prayer house that an American evangelical, like myself, can be asked by a catholic priest to sit down with him for a cup of coffee and have a tremendous heart to heart conversation about faith. I wish everyone could experience this.  If you are interested you can come and visit us at any time or come to our big Conference MEHR  in January where over 8000 people from all kinds of Christian backgrounds come together.

I am utterly humbled by the faith of my catholic brothers and sisters.  All my preconceptions and prejudice have crumbled and left me ashamed for how I used to think.  A couple of weeks ago I asked my shift leader, the theologian from Vienna, if I could ask him as representative of all Catholics from Vienna for forgiveness for my pride and prejudice towards them.  It was a very moving moment in my heart when he spoke out to me forgiveness on behalf of the Viennese Catholics.

I still do not understand many things out of the catholic tradition.  Words like Medjugorje, Eucharistic adoration, veneration of the saints still bring utter puzzlement to my face.  Perhaps that will never quite change, but what I know has changed in my heart is my love and acceptance for my catholic brothers and sisters.

This culture shock, like most, has been good and healthy for my soul.

(For further thoughts on this, I encourage my German evangelical readers to read „Katholisch als Fremdsprache“ by Johannes Hartl.)

Im Schatten seiner Flügel

Unser Gott ist ein Gott, der Wunder tut. Der auf übernatürliche Weise in unser Dasein kommen kann. Manchmal öffnen sich unsere Augen für die unsichtbare Welt um uns herum.

Wir dürfen das in der letzten Zeit erleben.

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Ich habe einmal gehört, dass in der Bethel Church in Redding, Kalifornien einfach so Federn von der Zimmerdecke fielen. Die ganzen Luftschächte wurden auseinander genommen, weil man gedacht hatte, es würden Vögel dort nisten. Aber es wurden keine Vögel gefunden und schließlich fand man sich damit ab, dass hier ein übernatürliches Phänomen passierte und Gott sich so manifestierte. Dass das in Form von Federn war, ist überhaupt nicht abwegig, benutzt die Bibel doch öfters das Bild, dass wir im Schutz von Gottes Flügeln sind.

‚Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.‚ Psalm 17,8

‚Lass mich wohnen in deinen Zelten ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen.‘ Psalm 61,5

‚Der Herr, der Gott Israels, unter dessen Flügeln du Zuflucht gesucht hast, soll dir das vergelten und dich reich belohnen.‘ Rut 2,12

Mich hat das mit den Federn fasziniert. Ich liebe es, wenn Gottes Reich in unsere Welt hereinbricht und wir einen kleinen Einblick in die Realität der unsichtbaren Welt bekommen! Wenn unerklärliche Dinge passieren und wir einfach voller Staunen anerkennen müssen, dass Gott gewaltig und groß ist.

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Und so habe ich angefangen zu beten, dass Gott sich auch auf diese Weise uns als Familie zeigt. Im letzten Winter haben wir tatsächlich schneeweiße, flauschige Federn im Garten gefunden. Dann längere Zeit nur vereinzelt ein paar Federn. Und nun seit ein paar Tagen ist unser Garten regelrecht übersät mit Federn! Wir kommen gar nicht hinterher mit dem Einsammeln! Es ist eine Freude diese kleinen, sauberen, teilweise blütenweiße Federn zu betrachten. Mittlerweile ist schon eine kleine Schüssel voll und die Zartheit und Sanftheit von so vielen Federn zeichnet uns ein neues Bild von Gottes Güte und Liebe. Er umgibt uns mit so viel Weichheit, so viel Geborgenheit…

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Wir sind mittlerweile fest davon überzeugt, dass diese Federn Zeichen des Himmels sind. Genau wie in Redding haben wir erstmal alles abgesucht nach Nestern, haben den Himmel beobachtet und auf Vögel gewartet, aber nichts entdeckt. Interessant ist, dass die Federn praktisch in einer Spur um unser Haus herum liegen und immer zur gleichen Tageszeit entdeckt werden. Wenn wir sie aufsammeln, dann fliegen diese kleinen, leichten Federn beim kleinsten Windstoß uns wieder aus der Hand – es ist kaum zu erklären, wie sie immer wieder bei uns im Garten und noch dazu in dieser Anordnung landen.

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Ich persönlich gehe gerade durch eine sehr herausfordernde Zeit, die mir viel Kraft und Mut abverlangt. Jesus weiß, dass dieses liebevolle Zeichen mit den Federn, genau die Botschaft ist, die mein Herz gerade braucht.

Und diese Federn machen Sehnsucht auf mehr. Mehr übernatürliche Begegnungen mit Jesus, mehr Einblick in Sein Reich, mehr von Ihm….immer mehr von Ihm. Je mehr wir von seiner Güte schmecken und sehen, desto mehr wollen wir uns in ihm verlieren.

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Foto Credits: Inka Hammond