Risk is right

Jeremy hat am vergangenen Donnerstag Abend im Gebetshaus über Risk is right gesprochen. Dieses Thema geht uns beiden sehr nahe, leben wir doch seit gut eineinhalb Jahren mit vollem Risiko. Wenn du den Vortrag nachhören willst, kannst du das unter diesem Link: Risk is right.

Als Jeremy seinen Job kündigte, hatten wir keine Ahnung, wie und ob wir genügend finanzielle Unterstützer finden würden, um über die Runden zu kommen. Auch wenn jeder Monat immer noch sehr knapp ist, erleben wir doch Gottes übernatürliche Versorgung. Und das paradoxe ist: obwohl wir weniger haben, hat Gott uns eine Freiheit geschenkt mit unseren Finanzen großzügig zu sein und andere finanziell zu segnen. So wie unsere Hände vor ihm offen sein müssen, um zu empfangen, bleiben unsere Hände offen, um zu geben.

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Seit wir zu 100% von der Vorsehung leben, also nur von Spenden, hat sich für uns viel geändert. Auch wenn ein regelmäßiges Gehalt auch Gottes Versorgung ist, fühlt sich das ‚von Spenden leben‘ anders an. Abhängiger, ausgelieferter, abenteuerlicher. Wir lieben es und haben gleichzeitig einen riesen Respekt vor diesem Lebensstil. Im Grunde setzen wir unseren ganzen Einsatz auf eine einzige Karte. Wenn Gott uns nicht hilft, haben wir ein großes Problem. Immer wieder klopft die Angst an die Tür und will uns von unserem Weg abbringen. Aber wir wissen: Gott enttäuscht uns nicht und wir erinnern uns an all die wunderbaren Dinge, die er schon für uns getan hat. Und so kämpfen wir uns durch diese erste Zeit der totalen Abhängigkeit von Gott. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde. Aber wir sind extrem dankbar, dass wir diesen Wege gehen dürfen.

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Wenn du dir Jeremys Vortrag schon angehört hast oder den letzten erhört Beitrag, dann weißt du, dass wir als Familie jetzt schon einige Monate warten, nämlich auf ein neues Familienauto. Unseres ging im April kaputt, wir hatten das Geld für die aufwendige Reparatur nicht und haben es zwangsläufig verkaufen müssen. Anfangs dachten wir, Gott würde sofort Ersatz herbeischaffen. Mittlerweile sind einige Monate ins Land gegangen und – ganz ehrlich – es waren Momente dabei, wo wir nicht mehr ein noch aus wussten. Unser Familienalltag musste ganz anders getaktet werden. Ich weiß nicht, warum wir noch keinen Durchbruch erlebt haben…aber eines ist sicher: wir haben eine neue Dimension des Gebets gelernt. Diese intensiven Gebetszeiten mit Jeremy zusammen, möchte ich nicht mehr missen. Wir lernen, nicht auf die Umstände zu sehen, sondern nur auf Jesus. Es ist eine ganz neue Abhängigkeit zu Gott entstanden. Unsere Motive, warum wir diesen Weg des vollzeitlichen Dienstes gehen, wurden geläutert und geprüft. Unser Glaube musste enormen Druck aushalten…ist Gott wirklich gut? Weiß er, was wir brauchen? Kann ich ihn anbeten, auch wenn ich mich gerade von ihm komplett verlassen fühle?

Wir wissen, dass der Herr uns versorgen wird. Dieses Wissen ist ganz tief in unserem Herzen verankert. Und wir sind nicht verzweifelt, sondern voller Vertrauen. Trotzdem wollen wir aber nicht passiv bleiben, sondern wollen – ganz gemäß dem Motto ‚Risk is right‘ – unseren Mangel hier noch einmal publik machen und euch bitten, vor Jesus zu prüfen, ob er es euch aufs Herz legt, uns zu einem Auto zu verhelfen. Wenn das so ist, dann kannst du dich gerne an uns wenden: inkahammond@gmail.com oder jeremy.l.hammond@gmail.com.

Wenn du gerade vor einem Berg stehst und nicht weißt, wie du jemals dieses Hindernis überwinden sollst oder wenn du schon lange für Durchbruch in deinem Leben betest und es scheint sich nichts zu bewegen, dann wollen wir dich mit diesem Lied ermutigen, das uns durch unsere Zeit des Wartens begleitet:

 

 

 

 

 

 

photo credit: sullen_snowflakes <a href=“http://www.flickr.com/photos/92351270@N03/8634662161″&gt;.</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/“>(license)</a&gt;
photo credit: ANBerlin <a href=“http://www.flickr.com/photos/8845484@N02/36151544202″>Long way home</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/“>(license)</a&gt;

 

 

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Im Warten stark werden

Das Warten

Der Herr ruft uns als Familie gerade dazu auf, auf ihn zu warten. Als unser Familienauto vor gut 2 1/2 Monaten kaputt ging, war es für uns keine Frage, dass Gott schnell und zügig uns ein neues Auto zur Verfügung stellen wird. Schließlich braucht man als 6köpfige Familie Mobilität. Als dann aus den Tagen Wochen wurden, wuchs die Ungeduld und das Unverständnis. Warum handelt Gott nicht? Sieht er nicht, wie es uns geht? Weiß er nicht, was wir brauchen?

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Wir sind herausgefordert, Gott zu vertrauen, obwohl wir sein Handeln nicht sehen. Wir sind herausgefordert, auf seine Stimme zu hören, obwohl wir nur Stille vernehmen. Wir sind herausgefordert, seinem Wort zu glauben, auch wenn die momentanen Umstände uns das Gegenteil einreden wollen.

Wir als Ehepaar merken ganz deutlich, dass diese Zeit eine tiefgehende Lektion in Sachen Gottvertrauen in sich birgt. Wenn Gott uns zum Warten auffordert, dann können wir nichts weiter tun – als warten. Das geht gegen unseren Aktionismus,  gegen das Verlangen, alles unter Kontrolle zu haben. Alles in uns schreit danach etwas zu tun, die Situation zu ändern und es kostet uns alles, uns vor Gott zu beugen und still zu werden. Wir denken, warten ist ein Zeichen von Schwäche, von Unvermögen. Dabei formt Gott im Warten unseren Glauben. Die Schwere, die das Warten oft mit sich bringt, zerbricht uns nicht, sie prägt vielmehr Gottes Charakter, Seine Wahrheiten tief in unser Herz. Wir liefern uns ihm völlig aus, vertrauen ihm mit allem und lernen dabei: Gott ist vertrauenswürdig. Auf ihn ist Verlass. Sein Wort ist wahr.

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Ein Glaubenskampf

Warten im Reich Gottes ist keineswegs passiv. Wir lehnen uns nicht bequem zurück und lauern ungeduldig darauf, dass Gott endlich zu uns durchbricht. Nein, wir sagen wie Jakob ‚Ich lasse dich nicht los, bevor du mich gesegnet hast.‘ (1. Mose 32, 27) Wir durchkämpfen unsere Gebete. Wir weinen und klagen. Wir jubeln über die Versorgung, die wir noch nicht sehen können. Wir bemühen uns stille zu sein vor ihm. Wir lassen sein Wort reden und suchen in ihm ernsthaft nach Antworten, nach Zuspruch. Wir machen uns eins mit seinem Willen, wir trachten zuerst nach seinem Reich und vertrauen darauf, dass uns alles andere zufallen wird. (Matthäus 6,33)
Das Warten eines Christen auf den Durchbruch ist nicht naives Wunschdenken. Es ist reiner, tiefer Glaubenskampf. Es ist eine Herausforderung, die uns schult, Jesus noch mehr zu vertrauen und uns ihm noch mehr hinzugeben. Das Warten entlarvt unser unnötiges Gepäck, das wir in der Nachfolge Jesu mit uns herum schleppen, es enttarnt falsche Sicherheiten, lässt uns sehen, wo wir Schätze auf dieser Erde sammeln, anstatt im Himmel. Warten schält unser Ego wie eine Zwiebel, Haut für Haut wird abgezogen und schließlich bleiben wir weich und formbar für Jesus zurück.

Der Weg ist das Ziel

Wir sollen das Warten gar nicht als nervtötendes Durchgangsportal zur Verheißung erleben. Der Weg ist das Ziel. Der Prozess des Wartens ist mindestens genauso wichtig, wie das Ankommen, das Sehen, das Schmecken und Erkennen. Unser ganzes Leben auf dieser Welt ist ein einziges Warten: ‚Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.‘ Hebräer 11,1 Ohne diesen kindlichen Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen! (Vers 6). Wenn wir also in unserem Leben immer wieder vom Heiligen Geist in Wartephasen geführt werden, dann wird in erster Linie unser Glaube geformt und gefestigt. Das ist eine Prozedur, die zwar weh tut und uns viel abverlangt, aber die Augen unseres Herzens öffnet und uns viel klarer sehen lässt, wozu wir eigentlich leben. Was unsere Berufung ist. Dass wir mit all unserem Sein nur auf Jesus ausgerichtet sein sollen! Das Warten fokussiert unseren Blick auf das Wesentliche.

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Auf Weihnachten warten

Wenn du schon länger auf einen Durchbruch wartest, dann gib nicht auf. Gestern habe ich Gott wieder gefragt, warum er uns nur so lange auf ein Auto warten lässt. Als ich ihm meine Sorgen klagte, spürte ich in meinem Herzen diese Antwort: ‚Es ist noch nicht Weihnachten.‘ Das war erstmal ein eigenartiger Gedanke, aber dann erschloss er sich mir: wir als Eltern würden unseren Kindern nie die Weihnachtsgeschenke VOR Weihnachten geben. Die Vorfreude ist schließlich die schönste Freude und der 24. Dezember ist ein festgelegtes Datum, an dem die Geschenke ausgeteilt werden. Gott weiß jetzt schon Zeit und Datum, wann wir unser Familienauto bekommen werden. Und er denkt im Traum nicht daran, uns die Vorfreude kaputt zu machen! Meine Aufgabe als Kind Gottes ist es zu warten und mich zu freuen auf das wundervolle Geschenk, welches der himmlische Vater uns machen wird. Ich bin mir sicher, er freut sich schon sehr auf unsere Reaktion. Genauso wie wir uns als Eltern die überraschten Gesichter unserer Kinder ausmalen, wenn sie ihre Geschenke auspacken.  Im Verborgenen bereitet Gott gerade alles vor und plant bis zur Perfektion. Nein, ich will nicht vorzeitig nach meinem Geschenk suchen. Ich will geduldig auf unser „Weihnachten“ warten. Es wird kommen!

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Und so wollen wir dich ermutigen, dass du weiter auf deinen Durchbruch wartest. Dass du weiter Gott darum bittest und nicht davon ablässt, Großes von ihm zu erwarten. Dass du dich in dieser Phase des Wartens Gottes Willen beugst. Dass du betest, dein Wille geschehe! Der Herr ist treu und er kann und wird soviel mehr tun, als wir erbitten oder erhoffen können (Epheser 3,20).

‚Deshalb beugt euch demütig unter die Hand Gottes, dann wird er euch ehren, wenn die Zeit dafür gekommen ist.‘ 1. Petrus 5,7

 

 

 

 

photo credit: ArTeTeTrA <a href=“http://www.flickr.com/photos/7701176@N06/28426811593″>The dreamcatcher</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/“>(license)</a&gt;
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photo credit: Jocey K <a href=“http://www.flickr.com/photos/48627921@N05/12216168814″>Lots of Gifts Here to Choose From</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/“>(license)</a&gt;

 

 

Auf dem Wasser gehen

Spirit lead me where my trust is without borders
(Geist Gottes, führe mich dorthin, wo mein Vertrauen ohne Grenzen ist)
Let me walk upon the waters
(Lass mich auf dem Wasser gehen)
Wherever You would call me
(Wo auch immer du mich hinrufst)
Take me deeper than my feet could ever wander
(Führe mich tiefer, als meine Füße mich je tragen könnten)
And my faith will be made stronger
(dann wird mein Glauben stärker)
In the presence of my Savior.
(in deiner Gegenwart)

(Oceans, Hillsong)

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Der Himmel über Stockholm gestern Nachmittag. 

Dieses Lied habe ich gestern im Flugzeug angehört und dachte mir, besser könnte man unser Herzensgebet kaum in Worte fassen. Der Herr sucht nach Menschen, die bereit sind ihre bisherigen Vorstellungen von ihm und davon, wir ihr Leben auszusehen hat, beiseite legen und ausrufen: ‚Herr, dein Wille geschehe, nicht meiner!‘ Als wir ziemlich genau vor einem Jahr die Entscheidung getroffen haben, ins Gebetshaus zu gehen, war das – menschlich gesehen – eine absolut verrückte, sogar unverantwortliche Entscheidung. Was ist seitdem passiert? Der Start war holprig, wir hatten Angst, nicht genügend finanzielle Unterstützer zu finden, wir mussten sämtliche Sicherheiten loslassen. Und dann kam Gott. Immer und immer und immer wieder überrascht er uns mit seiner Vorsorge, seiner Güte. Wir leiden keinen Mangel. Unser Glaube ist in Dimensionen gewachsen, die wir uns vor einem Jahr kaum vorstellen konnten. Wir beten: ‚Gib mir einfach nur Jesus.‘ Alles ist sinnlos und nutzlos, wenn wir Jesus nicht haben. Würden wir uns wieder so entscheiden? Alles hinzulegen, um näher bei Jesus zu sein? Ja, absolut.

Gott hat uns gestern auf unserem Weg nach Stockholm so gesegnet. Wir hatten keine Verspätungen und haben ohne Probleme unsere Wohnung gefunden. Unser Vermieter hat für uns ein günstiges Taxi für die Rückfahrt zum Flughafen organisiert (soweit hatten wir noch gar nicht gedacht…). Vom Fenster sieht man die Friends Arena wo seit gestern Nacht alles für die Konferenz aufgebaut wird. (Hier ein Video von Ben Fitzgerald und anderen aus der Friends Arena). Heute Abend um 19 Uhr geht es los. Es besteht die Möglichkeit, das alles live auf God.tv zu verfolgen!

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Die Aussicht von unserer Wohnung in Stockholm – im Hintergrund die Friends Arena! 

Wir genießen jetzt noch das herrliche herbstliche Sonnenwetter und schauen, ob Stockholm wirklich so schön ist, wie ich mir das immer vorgestellt habe! =)

Im Schatten seiner Flügel

Unser Gott ist ein Gott, der Wunder tut. Der auf übernatürliche Weise in unser Dasein kommen kann. Manchmal öffnen sich unsere Augen für die unsichtbare Welt um uns herum.

Wir dürfen das in der letzten Zeit erleben.

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Ich habe einmal gehört, dass in der Bethel Church in Redding, Kalifornien einfach so Federn von der Zimmerdecke fielen. Die ganzen Luftschächte wurden auseinander genommen, weil man gedacht hatte, es würden Vögel dort nisten. Aber es wurden keine Vögel gefunden und schließlich fand man sich damit ab, dass hier ein übernatürliches Phänomen passierte und Gott sich so manifestierte. Dass das in Form von Federn war, ist überhaupt nicht abwegig, benutzt die Bibel doch öfters das Bild, dass wir im Schutz von Gottes Flügeln sind.

‚Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.‚ Psalm 17,8

‚Lass mich wohnen in deinen Zelten ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen.‘ Psalm 61,5

‚Der Herr, der Gott Israels, unter dessen Flügeln du Zuflucht gesucht hast, soll dir das vergelten und dich reich belohnen.‘ Rut 2,12

Mich hat das mit den Federn fasziniert. Ich liebe es, wenn Gottes Reich in unsere Welt hereinbricht und wir einen kleinen Einblick in die Realität der unsichtbaren Welt bekommen! Wenn unerklärliche Dinge passieren und wir einfach voller Staunen anerkennen müssen, dass Gott gewaltig und groß ist.

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Und so habe ich angefangen zu beten, dass Gott sich auch auf diese Weise uns als Familie zeigt. Im letzten Winter haben wir tatsächlich schneeweiße, flauschige Federn im Garten gefunden. Dann längere Zeit nur vereinzelt ein paar Federn. Und nun seit ein paar Tagen ist unser Garten regelrecht übersät mit Federn! Wir kommen gar nicht hinterher mit dem Einsammeln! Es ist eine Freude diese kleinen, sauberen, teilweise blütenweiße Federn zu betrachten. Mittlerweile ist schon eine kleine Schüssel voll und die Zartheit und Sanftheit von so vielen Federn zeichnet uns ein neues Bild von Gottes Güte und Liebe. Er umgibt uns mit so viel Weichheit, so viel Geborgenheit…

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Wir sind mittlerweile fest davon überzeugt, dass diese Federn Zeichen des Himmels sind. Genau wie in Redding haben wir erstmal alles abgesucht nach Nestern, haben den Himmel beobachtet und auf Vögel gewartet, aber nichts entdeckt. Interessant ist, dass die Federn praktisch in einer Spur um unser Haus herum liegen und immer zur gleichen Tageszeit entdeckt werden. Wenn wir sie aufsammeln, dann fliegen diese kleinen, leichten Federn beim kleinsten Windstoß uns wieder aus der Hand – es ist kaum zu erklären, wie sie immer wieder bei uns im Garten und noch dazu in dieser Anordnung landen.

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Ich persönlich gehe gerade durch eine sehr herausfordernde Zeit, die mir viel Kraft und Mut abverlangt. Jesus weiß, dass dieses liebevolle Zeichen mit den Federn, genau die Botschaft ist, die mein Herz gerade braucht.

Und diese Federn machen Sehnsucht auf mehr. Mehr übernatürliche Begegnungen mit Jesus, mehr Einblick in Sein Reich, mehr von Ihm….immer mehr von Ihm. Je mehr wir von seiner Güte schmecken und sehen, desto mehr wollen wir uns in ihm verlieren.

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Foto Credits: Inka Hammond

 

 

Spätsommer

Die Ferien gehen in Bayern langsam aber sicher ihrem Ende zu. Unser Jüngster geht seit ein paar Tagen in den Kindergarten. Veränderungen stehen vor der Tür!

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Herbstblumen in unserem Garten…

Nicht mehr lange und alle Kinder sind vormittags aus dem Haus. Die vergangenen 10 1/2 Jahre war ich die typische stay-at-home Mama und habe es (meistens) sehr genossen. Ich kann gar nicht glauben, dass die Jahre mit Kleinkindern um mich herum nun zu Ende sind und ich plötzlich Zeit nur.für.mich habe! Seit Monaten träume und plane ich schon und ich freue mich sehr, ab Oktober im Gebetshaus mit einer lieben Freundin die Auszeitler zu begleiten und regelmäßig am Donnerstag von 9-10 Uhr im Gebetsraum Lobpreis zu leiten. Und ich hoffe, das ein oder andere Nähprojekt in Angriff zu nehmen und vielleicht sogar einen Onlinekurs über Anbetung zu belegen. Okay, ich sehe schon: ich bin total verplant! Aber ich freue mich sehr auf diese neue Phase in meinem, unseren Familienleben.

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Gott hat Jeremy und mich während den vergangenen Sommerwochen dazu herausgefordert, nachzudenken wo unseren ‚Mandate‘ liegen. Wo ruft der Herr uns hin? Was ist dran, was nicht? Was ist unser Herzschlag, wofür brennen wir? Es war spannend darüber zu beten und zu spüren: eigentlich ist es glasklar, was der Herr uns aufs Herz gelegt hat. Und so haben wir eine kleine Skizze angefertigt und wollen sie bei uns zu Hause aufhängen und immer wieder dem Herrn hinlegen und mutig vorangehen. Bei all den Überlegungen hat uns ein Satz von Mark Batterson sehr vorangetrieben:

‚Wenn dir dein Traum keine Angst macht, ist er zu klein.‘

Gott liebt es, wenn wir groß träumen, so dass es gar nicht möglich werden kann, wenn Er nicht eingreift. Es ist ein bisschen so wie auf dem Wasser laufen…ein super Glaubenstraining!

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Diesen Sommer haben wir Gottes Versorgung wunderbar erleben dürfen. Zum Beispiel haben wir für Urlaubsgeld gebetet. Anfang August fingen wir an Gott um eine bestimmte Summe zu bitten – aber sie kam und kam nicht. Nach unserem Urlaub erfahren wir, dass bereits Ende Juli eine uns unbekannte Person genau diesen Betrag auf unser Gebetshauskonto überwiesen hat!
Wir lieben es zu verreisen und waren Anfang des Jahres ein wenig skeptisch, wie wir das mit unserer neuen Lebenssituation als Missionare dieses Jahr finanzieren sollen. Und dann erhielten wir eine liebe Email von einer Familie aus Wien (die wir zu dem Zeitpunkt noch nicht kannten) und sie boten uns an, dass wir in ihrer Wohnung Urlaub machen können, wenn sie selber verreist sind. Voller Freude und Staunen haben wir dieses großzügige Angebot angenommen und haben nun zwei wunderschöne Wochen in Wien verbracht. Das bedeutet uns auch deswegen sehr viel, weil Jeremy dort aufgewachsen ist und auch ich fast 2 Jahre dort gelebt und wir einen wichtigen Abschnitt in unserer Beziehung in Wien durchlaufen haben. Gott ist gut!

Am 2.9. erschien mein erster Beitrag in der neuen Reihe ‚BeneDicta‘ von kath.net. 5 Frauen schreiben jede Woche einen Artikel über das was sie und die Welt bewegt. Ich habe mich sehr gefreut, als ich angefragt wurde mitzumachen – vor allem weil es eine katholische Plattform ist und ich es als Ehre empfinde, als evangelisch-freikirchliche Autorin dabei sein zu dürfen. Wir erleben mehr und mehr: der Herr führt zusammen, was zusammen gehört. Hier könnt ihr meinen Beitrag nachlesen: ‚Weinen erlaubt‘. 

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In all dem Neuen, zwischen all den Veränderungen, tut es gut zu wissen, dass unser Herr derselbe ist – gestern, heute und morgen. Er ändert sich nicht, seine Barmherzigkeit ist jeden Morgen neu. Manchmal fühlen wir uns überwältigt, verängstigt, wenn das Leben so schnell voran geht, dass wir kaum hinterher kommen. Wenn der Terminplaner so voll ist und wir uns fragen, ob wir uns selbst irgendwann entlang des Weges verloren haben. Es ist immer der richtige Zeitpunkt inne zu halten und sich auf Gott auszurichten. Es ist nie zu spät, sein ganzes Leben ihm hinzulegen.

Wir lassen uns von Jesus führen in weites, unbekanntes Land…

photo credits: Familie Hammond, thecall.com

 

Freundestreffen 2016

Jedes Jahr veranstaltet das Gebetshaus ein Freundestreffen, zu dem alle Freunde des Gebetshauses eingeladen werden, die die Vision nicht nur im Gebet und im Herzen, sondern auch finanziell unterstützen.

Wir als Familie haben uns sehr auf diesen Tag gefreut, vor allem weil wir einige unserer Partner das erste  Mal persönlich kennen lernen konnten. Seit Jeremy im März 16 GebetshausMissionar geworden ist, hat Gott uns mit vielen wunderbaren Menschen verbunden, die uns seitdem jeden Monat finanziell für den Dienst freisetzen. Jeremys Arbeit trägt sich zu 100% aus Spenden und wir leben komplett von der Vorsehung und Versorgung Gottes.
Als im November letzten Jahres die Entscheidung anstand, ob wir Gottes Ruf in die Gebetsbewegung folgen, waren wir uns des großen Risikos, was das Finanzielle angeht, sehr wohl bewusst. Aber wir wussten auch, dass Gott das bezahlt, was er bestellt. Dass er ruft und dann auch versorgt. Nur allein, weil wir das in der Bibel lesen und weil wir es auch schon persönlich erleben durften, konnten wir diesen Schritt wagen. Und Gott hat uns nicht im Regen stehen lassen: nach und nach stellten sich Menschen an unsere Seite und geben uns nun Monat für Monat etwas von ihrem Geld ab, so dass Jeremy sich ganz in das Gebetshaus investieren kann. Es erstaunt uns immer wieder, wenn wir darüber nachdenken, wie Gott innerhalb kürzester Zeit uns ein Gehalt zur Verfügung gestellt hat, von dem wir gut leben können.

Es war also eine riesengroße Freude, gestern einige von unseren Partnern zu treffen! Um 9 Uhr ging das Freundestreffen offiziell los und man konnte sich bei einer Tasse Kaffee schon etwas unterhalten. Um 10 Uhr gab es erstmal Lobpreis und dann einen sehr guten, ermutigenden und herausfordernden Input von Dr. Johannes Hartl, dem Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg. Es ging um nichts weniger als die Errettung Europas und Gottes wunderbaren Plan in dieser schwierigen und für viele mutlosen Zeit. Die Grundaussage lautete, dass es ist nicht an der Zeit ist zu verzagen, sondern aufzustehen und im Glauben, dass Gott Großartiges vorbereitet, voran zu gehen. Deutschland (und ganz Europa) braucht Jesus!

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Copyright Foto: Johannes Hartl

In der Mittagspause gab es wieder Gelegenheit zu Gesprächen und etwas Zeit zum Ausruhen. Der Nachmittag startete mit Lobpreis, darauf folgend Informationen über das vergangene Gebetshausjahr und was für das nächste Jahr und darüber hinaus geplant ist. Um 16 Uhr war dann Zeit, in der sich die GebetshausMissionare mit ‚ihren‘ Unterstützern zurück ziehen konnten um sich persönlich auszutauschen und füreinander zu beten.
Das war für uns persönlich das Highlight des Tages: da sassen wir nun auf Bierbänken in einem kleinen Kreis im Schatten eines großen Busches. Und es fühlte sich ein bisschen so an wie ein Familientreffen. Diese wunderbaren Menschen, die aus der Schweiz, aus Mainz, aus Karlsruhe usw. angereist waren, waren uns schon durch Emails und dem ein oder anderen Telefonat oder einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen bekannt, aber sich so gegenüber zu sitzen, machte uns bewusst, dass Gott hier die Fäden in der Hand hält und alles von Anfang an koordiniert hat. Wir sassen buchstäblich unseren Gebetserhörungen gegenüber!  Was für ein Vorrecht so deutlich den Willen Gottes zu sehen und zu spüren. Und was uns auch besonders bewegt hat: wir kommen aus den unterschiedlichsten kirchlichen und gemeindlichen Prägungen: katholisch, evangelisch, freikirchlich, charismatisch, pietistisch. Und wir alle lieben Jesus! Das ist unser gemeinsames Fundament und macht die Arbeit des Gebetshauses möglich. Gott führt zusammen, was zusammen gehört. Einfach erstaunlich!
Nach einer kurzen Vorstellungs- und Austauschrunde beteten wir füreinander und Jeremy und ich wurden noch gesegnet, was uns sehr tief bewegt hat.

Nach dieser wunderschönen Stunde war dann erstmal Pause bis 19 Uhr. Wir als Familie nutzten die Zeit schnell nach Hause zu fahren und uns für das Gala Dinner am Abend vorzubereiten. Gala Dinners gehören zum Gebetshaus bei besonderen Veranstaltungen seit den Anfangsjahren dazu, weil Gott anzubeten nicht nur in einem Gebetsraum stattfinden kann, sondern z.B. auch in der Gemeinschaft bei leckerem Essen und gutem Wein. Johannes Hartl sagte gestern so schön: ‚Du kennst das Gebetshaus noch nicht, wenn du noch kein Gala Dinner miterlebt hast.‘ Und so putzten wir uns fein heraus und genossen bei schön gedecktem Tisch ein edles 3 Gänge Menu, mit erlesenen Weinen (übrigens von einem gläubigen Winzer, der einen Bibelvers auf jede Flasche druckt!) und guten Gesprächen.
‚Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist!‘ Psalm 34, 8

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Copyright Foto: Johannes Hartl

Unsere Kinder haben sich auch sehr gut amüsiert und so konnten wir den Abend fast bis zum Schluss mit genießen und haben den Nachtisch nicht verpasst (was mir persönlich immer sehr wichtig ist! =) ) Um kurz vor 11 war unser Jüngster dann aber doch sehr müde und ich fuhr mit den Kindern nach Hause; Jeremy half noch mit beim Abbau.

Was für ein schöner, gesegneter, mächtiger Tag liegt nun hinter uns und wir freuen uns jetzt schon auf den 20. Mai 2017,  da ist das nächste Freundestreffen geplant.

Wenn du es auf dem Herzen hast, das Gebetshaus oder einen Gebetshausmissionar finanziell zu unterstützen (und somit auch zu dem wunderbaren, einmaligen Freundestreffen eingeladen zu werden ;-)) dann schau doch mal auf der Gebetshaus Webseite vorbei, wo alle Missionare vorgestellt werden und du alle notwendigen Infos findest. 

10 Tage im Gebetshaus Augsburg

Veränderungen! Ein komplett neuer Lebensstil! Die Umstellung zu einer neuen Art zu leben und zu arbeiten braucht Zeit. Es passiert nicht gleich am ersten Tag. Vor weniger als einem Monat war ich noch mittendrin in meiner Arbeit bei Infineon. Die vergangenen 10 Tage waren gefüllt mit Emotionen, Veränderungen, Anpassungen.

(This Blog in English please click here)

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Ich möchte ein wenig von meiner Zeit in den ‚Westlichen Wäldern‘ erzählen, wo ich ein Wochenende für mich alleine hatte. Es war wunderschön und ich habe einfach die Ruhe genossen. Der Stauden Meditationsweg ist es wert, dass man ihn begeht. Ich war voller Dankbarkeit. Ehrlich gesagt hatte ich ein wenig Sorge, dass ich während dieser Zeit der Reflektion melancholisch werden würde. Dass ich es ein wenig bereuen würde, meinen Job, meine Position und die Sicherheiten aufgegeben zu haben. Aber ich war überrascht welch tiefer Friede mich erfüllte und mein Herz war voller Dankbarkeit, dass Gott diese Tür aufgemacht hat und wie Er mich geführt hat. Ich war einfach nur froh, dass ich bald beim Gebetshaus anfangen konnte.
Ich bin sehr viel gewandert, ca. 15-30 km jeden Tag. Es hat sich so angefühlt, als würde ich mit den gelaufenen Kilometern einen Abstand bringen zwischen meiner alten und neuen Arbeit. Etwas Neues sollte nun bald beginnen und ich musste die Vergangenheit hinter mir lassen.
An meinem letzten Tag entschied ich mich spontan nicht mit dem Bus wieder nach Hause zu fahren, sondern zu wandern. Nach 6 Stunden kam ich in dem kleinen Städtchen Bobingen an und setzte mich in genau das Cafe, wo ich mich mit einem der Leiter des Gebetshauses 5 Monate vorher getroffen hatte. Das hatte ich so gar nicht geplant. In diesem Cafe fing ich damals ernsthaft an darüber nachzudenken, meinen Job zu kündigen, den Glaubensschritt hin zum Gebetshaus zu wagen und Gott zu vertrauen, dass er mich und meine Familie finanziell versorgen wird. Es war sehr bedeutsam wieder in diesem Cafe zu sitzen. Und Gott hatte noch eine Überraschung für mich bereit: als ich dort meine Emails durchlas, erfuhr ich, dass eine weitere Familie uns unterstützen möchte. Es war so, als würde Gott sagen: ‚Schau, ich versorge dich!‘

12814426_10153672046854821_1990389052464429317_nSo habe ich also meine Arbeit als GebetshausMissionar am 1. März mit müden Füßen und einem dankbaren Herzen begonnen. Es ist so ein großes Privileg für mich! Es war wunderbar und sehr bewegend, von meinen neuen Kollegen gesegnet zu werden. Und wie wunderbar ist es doch, Gottes Frieden und sein Wohlwollen zu spüren.

 

Eine meiner größten Fragen – die ich auch schon hier auf dem Blog erwähnt habe  – war: ‚Wie fühlt es sich an 4-5 Stunden jeden Tag zu beten?‘

Ich muss zugeben, dass die ersten zwei Tage ziemlich anstrengend waren. Ich wollte einfach Dinge erledigen, meine to-do-Liste abarbeiten, produktiv sein. Ziemlich schnell wusste ich nicht mehr für was ich noch beten sollte und dann war es einfach schwierig konzentriert zu bleiben.  Der Gebetsraum könnte kein stärkerer Kontrast zu meiner alten Arbeit sein, wo ein Meeting das nächste jagte.
Was für eine Verschwendung! Was für eine Hingabe!

  • Warum nur spielen diese 5 talentierten Musiker für zwei Stunden professionell wunderbare Anbetungslieder wenn doch der Raum fast leer ist?
  • Warum mit solcher Intensität für die Nöte unseres Landes beten, wenn doch kaum einer zuhört?
  • Warum all diese Zeit für das Gebet?

Das ist doch Verschwendung! Warum nur habe ich meine Karriere für so etwas aufgegeben?

An meinem dritten Arbeitstag habe ich beschlossen, nicht länger krampfhaft etwas ‚tun‘ zu wollen, sondern einfach nur ‚da‘ zu sein. Es hat mich mit voller Wucht getroffen für wen das alles hier passiert. All die Stunden, all die Lieder, all die Gebete, all die Stille, all die guten Musiker. All das, weil Jesus auferstanden ist, weil Er Herr ist und weil Er es wert ist. All diese ausgegossene ‚Verschwendung‘ war wie ein Kulturschock für mich, der ich noch getrieben war vom hektischen Arbeitsleben.

Ist das die wahre Liebe? Verschwenderisch, überfließend? Alles zu geben für den, den man liebt. In der Liebe geht es nicht um Effektivität, etwas zurück zu bekommen oder irgendeine Pflicht zu erfüllen. Liebe bedeutet immer von ganzem Herzen mehr geben zu wollen, immer weiter zu gehen.

Als wir für zwei Stunden im Gebetsraum mit Liedern und Gebet  zwei Verse über den Thronsaal Gottes (Offb. 4) meditierten, wurde mir bewusst, dass es nichts gibt, das wichtiger wäre. Nichts ist wichtiger als zu seinen Füßen zu sitzen und ihm all meinen Lobpreis zu geben. Ich kann mir nicht vorstellen meine Zeit sinnvoller einzusetzen.