Risk is right

Jeremy hat am vergangenen Donnerstag Abend im Gebetshaus über Risk is right gesprochen. Dieses Thema geht uns beiden sehr nahe, leben wir doch seit gut eineinhalb Jahren mit vollem Risiko. Wenn du den Vortrag nachhören willst, kannst du das unter diesem Link: Risk is right.

Als Jeremy seinen Job kündigte, hatten wir keine Ahnung, wie und ob wir genügend finanzielle Unterstützer finden würden, um über die Runden zu kommen. Auch wenn jeder Monat immer noch sehr knapp ist, erleben wir doch Gottes übernatürliche Versorgung. Und das paradoxe ist: obwohl wir weniger haben, hat Gott uns eine Freiheit geschenkt mit unseren Finanzen großzügig zu sein und andere finanziell zu segnen. So wie unsere Hände vor ihm offen sein müssen, um zu empfangen, bleiben unsere Hände offen, um zu geben.

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Seit wir zu 100% von der Vorsehung leben, also nur von Spenden, hat sich für uns viel geändert. Auch wenn ein regelmäßiges Gehalt auch Gottes Versorgung ist, fühlt sich das ‚von Spenden leben‘ anders an. Abhängiger, ausgelieferter, abenteuerlicher. Wir lieben es und haben gleichzeitig einen riesen Respekt vor diesem Lebensstil. Im Grunde setzen wir unseren ganzen Einsatz auf eine einzige Karte. Wenn Gott uns nicht hilft, haben wir ein großes Problem. Immer wieder klopft die Angst an die Tür und will uns von unserem Weg abbringen. Aber wir wissen: Gott enttäuscht uns nicht und wir erinnern uns an all die wunderbaren Dinge, die er schon für uns getan hat. Und so kämpfen wir uns durch diese erste Zeit der totalen Abhängigkeit von Gott. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde. Aber wir sind extrem dankbar, dass wir diesen Wege gehen dürfen.

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Wenn du dir Jeremys Vortrag schon angehört hast oder den letzten erhört Beitrag, dann weißt du, dass wir als Familie jetzt schon einige Monate warten, nämlich auf ein neues Familienauto. Unseres ging im April kaputt, wir hatten das Geld für die aufwendige Reparatur nicht und haben es zwangsläufig verkaufen müssen. Anfangs dachten wir, Gott würde sofort Ersatz herbeischaffen. Mittlerweile sind einige Monate ins Land gegangen und – ganz ehrlich – es waren Momente dabei, wo wir nicht mehr ein noch aus wussten. Unser Familienalltag musste ganz anders getaktet werden. Ich weiß nicht, warum wir noch keinen Durchbruch erlebt haben…aber eines ist sicher: wir haben eine neue Dimension des Gebets gelernt. Diese intensiven Gebetszeiten mit Jeremy zusammen, möchte ich nicht mehr missen. Wir lernen, nicht auf die Umstände zu sehen, sondern nur auf Jesus. Es ist eine ganz neue Abhängigkeit zu Gott entstanden. Unsere Motive, warum wir diesen Weg des vollzeitlichen Dienstes gehen, wurden geläutert und geprüft. Unser Glaube musste enormen Druck aushalten…ist Gott wirklich gut? Weiß er, was wir brauchen? Kann ich ihn anbeten, auch wenn ich mich gerade von ihm komplett verlassen fühle?

Wir wissen, dass der Herr uns versorgen wird. Dieses Wissen ist ganz tief in unserem Herzen verankert. Und wir sind nicht verzweifelt, sondern voller Vertrauen. Trotzdem wollen wir aber nicht passiv bleiben, sondern wollen – ganz gemäß dem Motto ‚Risk is right‘ – unseren Mangel hier noch einmal publik machen und euch bitten, vor Jesus zu prüfen, ob er es euch aufs Herz legt, uns zu einem Auto zu verhelfen. Wenn das so ist, dann kannst du dich gerne an uns wenden: inkahammond@gmail.com oder jeremy.l.hammond@gmail.com.

Wenn du gerade vor einem Berg stehst und nicht weißt, wie du jemals dieses Hindernis überwinden sollst oder wenn du schon lange für Durchbruch in deinem Leben betest und es scheint sich nichts zu bewegen, dann wollen wir dich mit diesem Lied ermutigen, das uns durch unsere Zeit des Wartens begleitet:

 

 

 

 

 

 

photo credit: sullen_snowflakes <a href=“http://www.flickr.com/photos/92351270@N03/8634662161″&gt;.</a> via <a href=“http://photopin.com“>photopin</a&gt; <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/“>(license)</a&gt;
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Fastenzeit

Seit 19 Tagen fasten wir nun, morgen haben wir Halbzeit. Noch nie habe ich über so einen langen Zeitraum gefastet, noch nie hatte ich beim Fasten so eine edle, große Vision: die Errettung Europas. Wir klinken uns ein in eine europaweite Fasten-und Gebetskette: ‚Europe shall be saved‘ (www.esbs.com). Mehrere tausend Menschen aus allen Denominationen machen mit, jeder bringt sein Opfer und gemeinsam bestürmen wir den Gnadenthron Gottes, das er Erweckung nach Europa schicken möge – einmal mehr!

Ich bin mit großer Ehrfurcht in diese Fastenzeit hineingegangen, weil mir bewusst war, dass ich teilhabe an etwas großem, etwas historischem. Wir dürfen in etwas hinein investieren, das unseren Glauben sprengt, unseren geistlichen Horizont erweitert und die Geschichte unseres Kontinents maßgeblich beeinflusst. Es ist aber auch ein konfrontiert-werden mit den eigenen Grenzen, der eigenen Schwachheit. Ich werde ganz neu daran erinnert, dass ich ohne Jesus nichts tun kann. Diese Gedanken habe ich kurz vor der Fastenzeit aufgeschrieben und finde mich in diesen Tagen immer wieder daran erinnert: ‚Leer werden – Gedanken zur Fastenzeit‘ (Link).

Ich erinnere mich auch an dieses Lied, das ich in meiner Jugendzeit öfters gesungen oder gehört habe:

‚Is it true today that when people pray, cloudless skies will break, kings and queens will shake, yes it’s true and I believe it. Is it true today that when people pray, we’ll see dead men rise and the blind set free. Yes, it’s true and I believe it! I’m gonna be a history maker in this land, I’m gonna be a speaker of truth to all mankind, I’m gonna stand, I’m gonna run, into your arms, into your arms again.‘ (Delirious, History Maker).

Ich weiß noch gut, dass mir das Lied immer total abgehoben und unrealistisch vorkam. Das war nicht das Christentum, das ich lebte und das ich um mich herum sah. In mir war kein brennender Glauben, dass durch mein Gebet Regierungen beeinflusst werden können und Heilungswunder passieren. Das hat sich mittlerweile – Gott sei Dank! – gehörig geändert! Und nun bin ich Teil dieser großen Gebets- und Fastenbewegung und glaube und vertraue darauf, dass der Herr noch viel vorhat in und durch Deutschland und ganz Europa.

Vielleicht fragst du dich, wie das Fasten in unserer Großfamilie konkret aussieht? Ich bin selber ganz erstaunt, wie unsere Kinder das Fasten mittragen und mich auch daran erinnern, wenn ich mir zum Frühstück doch einen Kaffee gemacht habe, anstatt einer Tasse Kräutertee. ‚Mama, wir fasten doch!‘ Wir haben mit den Kindern abgesprochen, dass es keine Süßigkeiten gibt (außer Nachspeise beim Mittagessen) und auch kein Saft getrunken wird, sondern nur Wasser. Es gibt aber Ausnahmen – vor ein paar Tagen wurde unsere zweite Tochter 9 Jahre alt und da gab es schon Gummibärchen und Limo =). Mein Mann und ich versuchen am Tag mindestens eine Mahlzeit auszulassen und auch sonst auf alle überflüssigen Nahrungsmittel zu verzichten – Schokolade, Kuchen, Zucker usw. Manchmal denke ich mir, Mensch, da verzichten andere komplett auf Nahrung, trinken nur Wasser oder Saft und mein Opfer ist doch im Vergleich viel zu klein…aber ich spüre, wie Gott meinen Verzicht ehrt. Er sieht meinen vollen, hektischen Alltag, er weiß, meine Kinder brauchen eine geduldige und verständnisvolle Mama und dafür brauche ich ordentliches Essen im Magen. Deshalb an dieser Stelle eine große Ermutigung, sich das Fasten schon etwas kosten zu lassen, aber weise zu entscheiden, was für einen ganz persönlich dran ist. Der  Herr sieht das Herz an!

Ich lese in dieser Zeit das Buch von Mike Bickle ‚Der Lohn des Fastens‘. Ein unheimlich motivierendes Buch, wenn man sich mit knurrendem Magen fragt, warum und wieso man sich so etwas wie Fasten eigentlich antut! Das Buch kann man hier bestellen: Gebetshaus Shop.

Außerdem ist dieser Vortrag von Johannes Hartl sehr zu empfehlen, wenn man mehr über die Bewegung ‚Europe shall be saved‘ wissen möchte:

Nach 19 Tagen Fasten (mit ein paar Unterbrechungen) kann ich sagen, dass meine Sehnsucht nach Jesus gewachsen ist und meine Sehnsucht ihm zu begegnen größer geworden ist. Ich bin neu motiviert das Fasten, auch nach diesen 40 Tagen, in meinen Alltag zu integrieren. Die Sinne werden für Jesus geschärft und nicht durch sämtliche Ablenkungen vernebelt. Das ist eine so schöne Erfahrung und ich frage mich, warum ich dem nicht mehr nachjage.

Und so kann ich das Lied von Delirious ganz anders mitsingen und beten:

Is it true today that when people pray
We’ll see dead men rise
And the blind set free
Yes it’s true and I believe it
I’m living for you.

 

 

Erweckung liegt in der Luft!

Mein Herz ist voll. Randvoll. Übervoll!

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Unser Weg von unserer Unterkunft zur Friends Arena, wo ‚Awakening Scandinavia‘ statt fand.

Seit Dienstag sind wir wieder Zuhause und was wir in Schweden erleben durften, hat mich so tief berührt. Da ist so viel passiert, dass ich noch ganz viel am verarbeiten und sortieren bin – aber so viel kann ich sagen: der Herr hat mächtig gewirkt! Nicht nur in unserem persönlichen Leben, sondern in einem ganzen Volk, in den ganzen nordischen Nationen. So oft hab ich einfach nur zugesehen, wie die Schweden vom Heiligen Geist berührt wurden. Oft hab ich nicht verstanden, was genau gesagt wurde, weil in dem Moment nicht ins Englische übersetzt wurde, aber die Sprache des Heiligen Geistes ist universal. Tanzende junge Menschen, im Lobpreis erhobene Hände, gemeinsames Gebet, Heilungen. Es ist einfach so.viel.passiert.
Wir leben in einer Zeit, wo das Schlechte, das Schlimme unheimlich schnell wächst und um sich greift. Aber zeitgleich erhebt sich Gott und sein Reich verbreitet sich rasant. Wir müssen auf das schauen, was Gott in der Welt tut und uns nicht von schlechten Nachrichten verunsichern lassen. Gott erhebt sich. Menschen bekehren sich zu tausenden. Erweckung liegt in der Luft!

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Es war ein Privileg für mich als Deutsche bei einer Konferenz dabei zu sein, die primär für die Schweden und die nordischen Nationen gedacht war. Mehrmals wurde erwähnt, dass deutsche Kirchen und Gemeinden viel Geld investiert haben, dass Awakening Scandinavia stattfinden konnte. Ich hatte mehrmals das Bild von deutschen Soldaten im Sinn, die im zweiten Weltkrieg versucht haben den Norden zu besetzen. Und jetzt sendet Gott die Deutschen mit einer Mission der Liebe in die europäischen Nationen. Es war kein Zufall, dass das erste Awakening letztes Jahr in Nürnberg stattfand. Und es ist auch kein Zufall, dass die Homebase von GODfest Ministries, die die Awakening Treffen organisieren, seit kurzem in Deutschland ist. Ich glaube fest, dass Gott Deutschland und die deutschen Christen dazu aufruft, den europäischen Ländern in Demut und Liebe zu dienen. Den Fluch, der unter Hitler ausging, in Segen zu verwandeln. Ich habe in Schweden so eine große Liebe für das schwedische Volk und die ganzen nordischen Länder bekommen, dass ich es kaum fassen konnte. Und das ist erst der Anfang! In Nürnberg wurde eine Welle der Erweckung los getreten, die jetzt in Schweden größer und intensiver wurde. Der Schulterschluss zwischen Christen unterschiedlicher Denominationen und Herkunft, mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen – aber vereint in der Liebe zu Jesus, ist gewaltig. Gottes Wirken in unserer Zeit bekommt mehr und mehr eine Größenordnung, die unseren menschlichen Verstand zu sprengen droht. Awakening Europe ist dabei natürlich nur eine Komponente. Es entstehen so viele Bewegungen, es gibt so viele christliche Konferenzen mit tausenden von Menschen aus ganz Europa. Genf, Manchester, Stockholm, Amsterdam. Über Europa braut sich ein geistlicher Hurrikan zusammen, der keine Vernichtung bringen wird, sondern Heilung und Ermutigung und Erweckung.

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copyright ‚Awakening Europe‘

Schweden war wie ein Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Jahren erwartet. Immer wieder hörten wir ‚Jesus-Sprechchöre‘, selbst außerhalb der Halle. Überall beteten Menschen füreinander, auch in der nahe gelegenen Shopping Mall, der ‚Mall of Scandinavia‘.  Wir hörten von Wundern, die Jesus in der Stockholmer Innenstadt wirkte. In einem Nachtclub brach ein junger Mann leblos zusammen, ein Security Mann vor Ort war Christ und betete. Das Herz des Mannes fing wieder das schlagen an! Junge Menschen, die sich die Arme ritzten, empfingen Heilung und alle Narben verschwanden spurlos. Was mich besonders bewegte, war das bewegende Zeugnis von Todd White und sein Aufruf, alle Heuchelei beiseite zu legen und ohne Kompromisse Jesus nachzufolgen. Er hatte kaum den Aufruf ausgesprochen, rannten (!!) hunderte von Menschen nach unten auf die Plattform. Junge Männer erkannten, dass sie mit ihren Freundinnen nicht mehr ohne Ehe zusammenleben sollen und entschieden sich an Ort und Stelle zu heiraten. Es war fast unglaublich. Der Heilige Geist war so intensiv spürbar …

img_8589Es war auch extrem bewegend, ungefähr 15 Pastoren aus Stockholm und ganz Schweden gemeinsam auf der Bühne zu sehen. Ben Fitzgerald meinte im Vorfeld, dass es in Schweden sehr schwierig war, die verschiedenen Gemeinden und Kirchen für die Vision von Awakening Europe zu vereinigen. Und dann standen da oben Männer und Frauen Gottes, es passierte Versöhnung, es wurde unter Tränen um Vergebung gebeten, wie die Christen in Schweden sich in der Vergangenheit Israel gegenüber verhalten haben, es wurde Buße getan darüber, dass man keine klaren Stand gegenüber der Homo-Ehe eingenommen hat, es wurde darüber geweint, dass die Väter sich so passiv verhalten haben. Es war einfach nur gewaltig.

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copyright ‚Awakening Europe‘

Die ganze Zeit über war so ein Hunger nach mehr von Jesus zu spüren. So eine Heiligkeit, so eine Sehnsucht. Wir sind nach Schweden gereist, um mehr von Jesus zu sehen und sind zurück gekommen mit einem noch größerem Verlangen nach mehr von ihm. Ich glaube, dass es an der Zeit ist, die Kontrolle an Jesus abzugeben. Wir Deutschen lieben es ja, alles schön in ordentliche Kisten zu packen, alles zu beschriften, alles erklären zu können. Erweckung kann man nicht erklären. Wenn wir Erweckung erleben wollen, müssen wir dem Heiligen Geist Freiraum geben. Wir müssen unsere Agenda, unsere Pläne, unsere Vorstellungen am Kreuz ablegen und sagen: ‚Hier bin ich, Herr, mach mit mir was du willst.‘ Erweckung verlangt absolute Hingabe, grenzenloses Vertrauen.

Bin ich bereit? Bist du bereit?

In Nürnberg und jetzt in Stockholm haben wir sehen dürfen, was in Europa möglich geworden ist. Die Menschen auf den Straßen sind so offen für das Evangelium. Jesus will uns persönlich mit seine Liebe anrühren, so dass wir überfließen und die Liebe weitergeben.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht wir, wer dann?

Jesus, fange mit mir an. Schenk Erweckung in meinem Herzen und dann verändere die Welt durch mich. Nimm mich, ich will nichts zurück halten. Nimm mich, ich bin ganz dein. Lass mich deine Herrlichkeit sehen, lass mich sehen, wie du wirklich bist.  Und lass mich die Menschen um mich herum durch deine Augen sehen. Amen!

Copyright aller Fotos, soweit nicht anders vermerkt: Inka Hammond

Catholic Culture shock

I hope my catholic friends will forgive me for the title of this blogpost, but it truly reflects my heart and experience over the past year.  I have been shocked and shaken in a positive way by my catholic brothers and sisters. (Für diesen Blog in Deutsch clicke hier)

You must know that I grew up like almost every American evangelical as anti-Catholic.  Much like Nathanael I said in my heart „Can anything good come from Catholics“.  I cringe at my pride and prejudice as I write this, but this is what I believed in my heart for so many years.  Fueled by doctrinal disputes and my upbringing I always was ultra-skeptical of anything coming out of the catholic church.  I do not wish to elaborate on the doctrinal issues that differ in this blog, but instead let you take part in the change in my heart that has taken place this past year.

My first culture shock actually came years back when I was introduced to Thomas a Kempis‘ „Imitation of Christ“ through my research on Vincent Van Gogh, who was greatly impacted by this reading.   Thomas a Kempis, a catholic monk, wrote this devotional book in 1418, which for centuries was the most widely read devotional book.   I was greatly impacted by the practical theology and the daily truths won out of this reading.

But that reading is nothing compared to what I experienced this year at the prayer house in Augsburg.  I knew when I started at the prayer house that it was an inter-denominational place founded by a catholic theologian, Dr. Johannes Hartl.  I didn’t expect though to be so touched by such deep faith.  I have been struck many times by the bible-centered heart that is displayed in the powerful teachings of Johannes Hartl.  What clarity, what passion for Christ!   (here link to youtube messages )

Another shock came when I found out that my prayerhouse leader for the morning shift is a catholic theologian from Vienna, Austria – the same city I grew up in with my so anti-Catholic thinking.   Was this God’s sense of humor?  I am touched by this man’s sincerity and deep faith.  He has already at his young age written great worship songs that are being sung all throughout Germany.

Further ripples of this shockwave touched my heart when I realized that so many of our financial supporters are devout Catholics.  Our family even benefitted twice by the kindness and hospitality of dear catholic friends who let us stay in their homes for vacation.  You get to know people even better when you are in their home and realize what books they read.  John Piper, C.S.Lewis and Pete Greig next to books by Cantalamessa and Pope Benedikt.

Almost everyone in  my morning shift has a catholic background.  I am still today often dumbfounded when I hear their testimonies and greatly overjoyed.  I love the Christ-centric interdenominational spirit of the prayer house.   It is only at the prayer house that an American evangelical, like myself, can be asked by a catholic priest to sit down with him for a cup of coffee and have a tremendous heart to heart conversation about faith. I wish everyone could experience this.  If you are interested you can come and visit us at any time or come to our big Conference MEHR  in January where over 8000 people from all kinds of Christian backgrounds come together.

I am utterly humbled by the faith of my catholic brothers and sisters.  All my preconceptions and prejudice have crumbled and left me ashamed for how I used to think.  A couple of weeks ago I asked my shift leader, the theologian from Vienna, if I could ask him as representative of all Catholics from Vienna for forgiveness for my pride and prejudice towards them.  It was a very moving moment in my heart when he spoke out to me forgiveness on behalf of the Viennese Catholics.

I still do not understand many things out of the catholic tradition.  Words like Medjugorje, Eucharistic adoration, veneration of the saints still bring utter puzzlement to my face.  Perhaps that will never quite change, but what I know has changed in my heart is my love and acceptance for my catholic brothers and sisters.

This culture shock, like most, has been good and healthy for my soul.

(For further thoughts on this, I encourage my German evangelical readers to read „Katholisch als Fremdsprache“ by Johannes Hartl.)

Working on the 90%

„Life is 10% what happens to us and 90% of how you react to it.“ -Charles R. Swindoll

Today should have not happend this way… I, sure didn’t plan it this way!

I woke up at 5 am today ready to go to the prayer room.  All thankful for the car I have, I drove off through the empty Sunday morning streets.  Just before I got to the Prayerhouse – my front left tire blew.  Just barely making it over a big intersection, I parked the car in a side road and walked the last bit to the prayerroom to begin my 2 hour prayer time.

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How do I start a prayertime when I have a flat tire in my head – frustrated about what just happened?!  How can I truly pray when there are so many worries going through my mind?  „How will I get home?“ „I didn’t want to buy new tires this month!“ „How do I put on a spare tire ?“  „How do I get the car back home?“ :  A thousand little thoughts distracting me.  I sat down in the back of the prayerroom thinking:  „These are going to be long 2 hours!“

Thankfully though I remembered that I do have a choice!  A choice to worry and a choice to trust God.  I can sit in the prayerroom full of worry,  planing and sceaming on how to get my problem fixed or I can choose to trust in God who said he sees everything and will take care of me.  So 10 minutes into sitting in the back worrying I took a stand!

Litterally – I stood up.

One thing I have learned lately is that my physical posture in prayer has a direct influence on my heart attitude.  It matters what I do with my body in prayer and it can make the defining difference.  So I stood and began to walk and pray.  I began to remind myself of all the attributes God has. I started to see my situation from a different perspective and realized that my worrying was not going to change a thing.  Prayer has so much to do with the perspective from which you are praying.  Standing still, facing the wall I said: „God, I choose to not worry about this.  I choose you!“

I choose to work on the 90%.  How about you?

(I was later that day able to put on the spare tire and get the car home – I’m going tire shopping today 😉 )

For your eyes only

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I recently read this quote and it really hit me.  (Deutsche Version hier clicken)

When I am around a new set of people, a new job.  I become quite consumed with the thought “What are others thinking of me?”  And so it was no different for me when I started at the Prayer House.  For years this was my constant working modus:  How am I impacting others – What is my effect on them.  Am I impressing others?  Do they like me?  This may be true and important for a sales or leadership job, but this frame of mind simply does not work when you pray.

In the prayer room these questions are a battle I desperately want to overcome.  For how can I be in prayer focusing on God and be more concerned of what impression I am making on the others in the room? …   Is it good that I raised my hands? , Did they think my prayer was good – should I kneel now?   I caught myself in this frame of mind and it was keeping me from truly encountering the King of Kings.

How much of my prayers are more for the ears of others around me than really for the one I am praying to?  How often are my actions more for their eyes instead of His?  Who am I looking at when I am praying? If I want to really be in prayer my heart cannot be in two places at the same time.

The saying I read gripped me at the proper time as I started at the Prayer House.  Now when I go into the prayer room and open the door I often say under my breath “for You”.  The same when I go into a meeting room full of people I try to ask myself that question “Do you love them” – instead of “what do they think of me”.  This instantly changes my perspective from fear to love.

In prayer it is not about impressing others but about loving the One.

God, I want to be someone who prays “For your eyes only”!

Nur unter deinem Blick

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Vor einiger Zeit habe ich diesen Satz gelesen und er hat mich tief getroffen.  (For English Version click here)

Wenn ich unter Menschen bin, die ich noch nicht gut kenne oder eine neue Arbeitsstelle anfange, dann wird dieser Gedanke übermächtig: ‚Was denken die anderen von mir?‘
Genauso war es für mich auch, als ich im Gebetshaus als neuer Missionar meinen Dienst begann. Viele Jahre lang war mein Arbeitsmantra wie ich andere positiv beeinflussen kann, welchen Eindruck ich bei meinen Kollegen hinterlasse. Ist mein Gegenüber von mir beeindruckt? Bin ich beliebt? Im Bereich von Verkauf und Leiterschaft mögen das wichtige Gedanken sein – wenn man aber betet, bedeutet das alles nichts.

Im Gebetsraum angekommen wollte ich diese Fragen bekämpfen.  Denn wie kann ich mich im Gebet auf Gott konzentrieren, wenn ich mehr damit beschäftigt bin, was andere gerade von mir denken? Ist es jetzt ein guter Moment die Hände zu erheben? War mein Gebet gut formuliert? Soll ich mich jetzt hinknien? Immer wieder ertappe ich mich dabei, diesen Fragen nachzugehen. Das hindert mich an der Begegnung mit dem König aller Könige.

Wie viele meiner Gebete sind eigentlich für die Ohren derer bestimmt, die um mich herum sind, als für den, den ich anbete? Wie oft tue ich etwas, damit es hier auf der Welt gesehen und anerkannt wird, anstatt es nur für Jesus zu tun? Wo schaue ich hin, wenn ich bete? Wenn ich wirklich im Gebet versunken sein will, dann kann mein Herz nicht an zwei verschiedenen Orten sein.

Den Satz ‚Nur unter deinem Blick‘ habe ich gerade rechtzeitig zum Start im Gebetshaus gelesen. Wenn ich den Gebetsraum betrete, dann sage ich in meinem Herzen: ‚Für dich‘. Wenn ich in ein Meeting gehe, dann versuche ich mich zu fragen: ‚Liebe ich diese Menschen‘, anstatt ‚Was denken sie von mir?‘. Das verändert meine Perspektive sofort von Furcht in Liebe.

Im Gebet geht es nicht darum andere zu beeindrucken, sondern den Einen zu lieben.

Herr, lass mich nur unter deinem Blick beten.