Freundestreffen 2016

Jedes Jahr veranstaltet das Gebetshaus ein Freundestreffen, zu dem alle Freunde des Gebetshauses eingeladen werden, die die Vision nicht nur im Gebet und im Herzen, sondern auch finanziell unterstützen.

Wir als Familie haben uns sehr auf diesen Tag gefreut, vor allem weil wir einige unserer Partner das erste  Mal persönlich kennen lernen konnten. Seit Jeremy im März 16 GebetshausMissionar geworden ist, hat Gott uns mit vielen wunderbaren Menschen verbunden, die uns seitdem jeden Monat finanziell für den Dienst freisetzen. Jeremys Arbeit trägt sich zu 100% aus Spenden und wir leben komplett von der Vorsehung und Versorgung Gottes.
Als im November letzten Jahres die Entscheidung anstand, ob wir Gottes Ruf in die Gebetsbewegung folgen, waren wir uns des großen Risikos, was das Finanzielle angeht, sehr wohl bewusst. Aber wir wussten auch, dass Gott das bezahlt, was er bestellt. Dass er ruft und dann auch versorgt. Nur allein, weil wir das in der Bibel lesen und weil wir es auch schon persönlich erleben durften, konnten wir diesen Schritt wagen. Und Gott hat uns nicht im Regen stehen lassen: nach und nach stellten sich Menschen an unsere Seite und geben uns nun Monat für Monat etwas von ihrem Geld ab, so dass Jeremy sich ganz in das Gebetshaus investieren kann. Es erstaunt uns immer wieder, wenn wir darüber nachdenken, wie Gott innerhalb kürzester Zeit uns ein Gehalt zur Verfügung gestellt hat, von dem wir gut leben können.

Es war also eine riesengroße Freude, gestern einige von unseren Partnern zu treffen! Um 9 Uhr ging das Freundestreffen offiziell los und man konnte sich bei einer Tasse Kaffee schon etwas unterhalten. Um 10 Uhr gab es erstmal Lobpreis und dann einen sehr guten, ermutigenden und herausfordernden Input von Dr. Johannes Hartl, dem Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg. Es ging um nichts weniger als die Errettung Europas und Gottes wunderbaren Plan in dieser schwierigen und für viele mutlosen Zeit. Die Grundaussage lautete, dass es ist nicht an der Zeit ist zu verzagen, sondern aufzustehen und im Glauben, dass Gott Großartiges vorbereitet, voran zu gehen. Deutschland (und ganz Europa) braucht Jesus!

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Copyright Foto: Johannes Hartl

In der Mittagspause gab es wieder Gelegenheit zu Gesprächen und etwas Zeit zum Ausruhen. Der Nachmittag startete mit Lobpreis, darauf folgend Informationen über das vergangene Gebetshausjahr und was für das nächste Jahr und darüber hinaus geplant ist. Um 16 Uhr war dann Zeit, in der sich die GebetshausMissionare mit ‚ihren‘ Unterstützern zurück ziehen konnten um sich persönlich auszutauschen und füreinander zu beten.
Das war für uns persönlich das Highlight des Tages: da sassen wir nun auf Bierbänken in einem kleinen Kreis im Schatten eines großen Busches. Und es fühlte sich ein bisschen so an wie ein Familientreffen. Diese wunderbaren Menschen, die aus der Schweiz, aus Mainz, aus Karlsruhe usw. angereist waren, waren uns schon durch Emails und dem ein oder anderen Telefonat oder einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen bekannt, aber sich so gegenüber zu sitzen, machte uns bewusst, dass Gott hier die Fäden in der Hand hält und alles von Anfang an koordiniert hat. Wir sassen buchstäblich unseren Gebetserhörungen gegenüber!  Was für ein Vorrecht so deutlich den Willen Gottes zu sehen und zu spüren. Und was uns auch besonders bewegt hat: wir kommen aus den unterschiedlichsten kirchlichen und gemeindlichen Prägungen: katholisch, evangelisch, freikirchlich, charismatisch, pietistisch. Und wir alle lieben Jesus! Das ist unser gemeinsames Fundament und macht die Arbeit des Gebetshauses möglich. Gott führt zusammen, was zusammen gehört. Einfach erstaunlich!
Nach einer kurzen Vorstellungs- und Austauschrunde beteten wir füreinander und Jeremy und ich wurden noch gesegnet, was uns sehr tief bewegt hat.

Nach dieser wunderschönen Stunde war dann erstmal Pause bis 19 Uhr. Wir als Familie nutzten die Zeit schnell nach Hause zu fahren und uns für das Gala Dinner am Abend vorzubereiten. Gala Dinners gehören zum Gebetshaus bei besonderen Veranstaltungen seit den Anfangsjahren dazu, weil Gott anzubeten nicht nur in einem Gebetsraum stattfinden kann, sondern z.B. auch in der Gemeinschaft bei leckerem Essen und gutem Wein. Johannes Hartl sagte gestern so schön: ‚Du kennst das Gebetshaus noch nicht, wenn du noch kein Gala Dinner miterlebt hast.‘ Und so putzten wir uns fein heraus und genossen bei schön gedecktem Tisch ein edles 3 Gänge Menu, mit erlesenen Weinen (übrigens von einem gläubigen Winzer, der einen Bibelvers auf jede Flasche druckt!) und guten Gesprächen.
‚Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist!‘ Psalm 34, 8

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Copyright Foto: Johannes Hartl

Unsere Kinder haben sich auch sehr gut amüsiert und so konnten wir den Abend fast bis zum Schluss mit genießen und haben den Nachtisch nicht verpasst (was mir persönlich immer sehr wichtig ist! =) ) Um kurz vor 11 war unser Jüngster dann aber doch sehr müde und ich fuhr mit den Kindern nach Hause; Jeremy half noch mit beim Abbau.

Was für ein schöner, gesegneter, mächtiger Tag liegt nun hinter uns und wir freuen uns jetzt schon auf den 20. Mai 2017,  da ist das nächste Freundestreffen geplant.

Wenn du es auf dem Herzen hast, das Gebetshaus oder einen Gebetshausmissionar finanziell zu unterstützen (und somit auch zu dem wunderbaren, einmaligen Freundestreffen eingeladen zu werden ;-)) dann schau doch mal auf der Gebetshaus Webseite vorbei, wo alle Missionare vorgestellt werden und du alle notwendigen Infos findest. 

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Die verborgenen Stunden

Letzte Woche durfte ich wie jeder Gebetshausmissionar einmal im Quartal eine Woche lang die Nachtschicht von 3:00 – 6:00 Uhr im Gebet unterstützen.

Ich war dem ganzen von Anfang an positiv eingestellt, da ich meine allerersten Berührungen mit dem Gebetshaus mit der Nachtschicht verbinde.  Ich betete eine Zeit lang Mittwochs von 4:00 – 6:00 Uhr und pendelte dann nach München in meine Arbeit. Das war nicht leicht so früh auf zustehen, aber es hat sich immer gelohnt.

Und so auch dieses Mal.  Ich glaube nicht, dass ich als Gebetshaus Missionar das Gefühl von „Verrücktheit“ von dem was ich mache (24/7 Gebet) je komplett verlieren werde und alles in Routine übergeht.  Ich musste letzte Woche öfters in mich hineinlachen als ich um 2:30 Uhr aufstand und durch die menschenleere Straßen fuhr – nicht um eine wertvolle Produktion aufrecht zu erhalten, eine alles entscheidende Präsentation vor zu bereiten oder einen Notfall zu lösen …sondern um zu beten!  Es packt mich noch immer:  Der Gedanke „Warum tust Du das eigentlich, Jeremy?“  „Das ist doch verrückt!!“  „Lohnt sich diese Anstrengung wirklich?“  Ich bin so froh wenn diese Gedanken aufkommen, denn sie rücken alles wieder zurecht.  Sie halten Routine und Stumpfheit von meinem Gebet fern. Sie zwingen mich auf den Grund zu gehen und prüfen meine Motivation.  Fahre ich mitten in der Nacht zum Gebetshaus nur weil mein Name auf einem Schichtplan steht? …Oder weil meine Kollegen auf mich zählen?   …Oder weil es die Pflicht verlangt?

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Schnell taucht in mir dann der befreiende Gedanke in mir auf, dass Jesus eben DOCH würdig ist Tag und Nacht angebetet zu werden  Ja!  Es darf mir auch was kosten ihn anzubeten.  Und oh! Er enttäuscht nicht…!  Es hat sich gelohnt.

Ich war müde – sehr sogar (wir hatten gerade das Wochenende davor die HOPES im Gebetshaus). Ich fühlte mich, als ob ich alles gegeben habe – leer.  Eigentlich ein Gefühl das ich bis jetzt nur aus meiner  Arbeit im Infineon Konzern kannte:  alle Ressourcen, Kräfte und Register gezogen für die Arbeit …NUR dieses Mal war da etwas anders.   Ich war mitten in der Nacht um Zeit mit dem Herrn aller Herren zu verbringen – dem Schöpfer – mein Erlöser, der für mich alles hingab. Ich war da um Dinge in der unsichtbaren Welt zu bewegen und für die Nöte dieses Landes zu beten.  Es ist etwas besonderes mitten in der Nacht zu beten.

Im Gebetshaus Augsburg findet von 2:00-4:00 Uhr immer Fürbitte statt.  Als ich um 3:00 Uhr in den Raum kam war schon ein Gebetseifer im Raum zu spüren, der mich schnell wach rüttelte und mich zum Mitbeten anregte. Da ist eine Klarheit und Reinheit mitten in der Nacht; die geistliche Atmosphäre scheint weniger ‚verschmutzt‘.  Meine eigenen Gedanken, Wünsche und ToDo Listen schlafen noch,  so dass ich mich komplett auf Gottes Herz ausrichten kann.  Irgendwie ist nachts zu beten auch eine Form des Fastens…es macht leer um von Ihm gefüllt zu werden.

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Als ich mit meiner Frau verlobt war, haben wir oft bis spät in die Nacht telefoniert.  Jede Strapaze in unserer Fernbeziehung war mir recht um sie auch nur für ein paar kurze Stunden zu sehen oder mit ihr zu reden.

Hast Du auch solche Momente gehabt?

Wo ruft Jesus Dich wieder zur ersten Liebe zurück?  Wie könntest Du diese Woche Dich an Gott verschwenden?

Als König David den Tempel bauen wollte und nach einem geeigneten Grundstück suchte, wurde ihm ein geeigneter Platz umsonst angeboten. Ich liebe es, wie König David auf diesen billigen Deal reagierte:

„Ich möchte dem Herrn nicht ein Opfer darbringen das mich nichts gekostet hat.“ 1. Chroniker 21:24

O komm, du Geist der Wahrheit

Ich habe gestern diesen wunderschönen Liedtext aus dem 19. Jahrhundert entdeckt. Die Sehnsucht nach mehr vom Heiligen Geist wird dort so wunderschön treffend formuliert, dass ich ihn euch hier mal aufschreiben möchte, verbunden mit dem Gebet, dass wir alle immer mehr in die Fülle des Heiligen Geistes kommen dürfen und mit der Kraft aus der Höhe anfangen die Welt zu verändern…

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(photo credit: karam.site)

 

 O komm, du Geist der Wahrheit und kehre bei uns ein.
Verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher Getreuer den Herrn bekennen kann.

O du, den unser größter Regent uns zugesagt,
komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit

die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.

Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je;
darum musst du uns rüsten mit Waffen aus der Höh.
Du musst uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu
und musst uns ganz befreien von aller Menschenscheu.

Du Heilger Geist, bereite ein Pfingstfest nah und fern;
mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn.
O öffne du die Herzen der Welt und uns den Mund,
dass wir in Freud und Schmerzen das Heil ihr machen kund.
(Philipp Spitta)

Wir Hammonds wünschen euch schöne, mächtig gesegnete Pfingsttage!

HOPES 2016

Die letzten Tage waren sehr aufregend für uns. Im Gebetshaus fand zum zweiten Mal die HOPES statt (Houses Of Prayer European Summit).

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(photo credit: Gebetshaus Augsburg)

40 Gebetshäuser aus ganz Europa waren vertreten. Die Teilnehmer kamen zum größten Teil in privaten Unterkünften unter und wir hatten das Privileg Karel und Thomas aus dem Gebetshaus in Nantes, Frankreich willkommen zu heißen. Vor zwei Jahren waren Kev und Katie vom Gebetshaus Stoke-on-Trent, England bei uns zu Gast. Es ist faszinierend Menschen aus verschiedenen Ländern, mit verschiedenen kirchlichen Hintergründen kennenzulernen und doch den gleichen Herzschlag zu haben: das 24 Stundengebet.

 

Ich war während der Konferenz nicht vor Ort im Gebetshaus, sondern zu Hause bei den Kindern. Aber Jeremy hat mir natürlich viel erzählt und dank einiger Facebook Videos konnte ich ein wenig von der wundervollen Atmosphäre schmecken, die während der vergangenen drei Tage dort geherrscht hat.

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Teilnehmer der HOPES 2016. Wer findet Jeremy? =) photo credit: Gebetshaus Augsburg

Gott bereitet seine Kinder auf etwas Großartiges vor: Erweckung in ganz Europa! In den Tagen vor der HOPES fand in Genf eine Konferenz statt, wo geistliche Leiter aus Europa (das Gebetshaus war von Johannes Hartl vertreten) und der ganzen Welt sich beraten haben, wie man so viele Menschen wie nur möglich mit dem Evangelium erreichen kann. 100 Millionen Seelen sollen gerettet werden – das ist die große Zahl, die dort genannt wurde. Für Gott ist nichts unmöglich und dieser Traum ist auch auf Gottes Herzen. Dieses Video gibt einen kleinen Einblick in das Treffen in Genf (auf Englisch).

Wie passend,  dass gleich darauf die HOPES statt fand, wo sich Menschen getroffen haben, die genau diese Erweckung auf dem Herzen haben und sie im Gebet vorbereiten wollen.