Gott, unser Versorger

Ich bin so dankbar, dass wir Gott als unseren Versorger erleben dürfen. In all den Jahren, in denen ich schon Jesus nachfolge, habe ich unzählige Zeugnisse von Gottes Versorgung gelesen oder gehört oder selbst erfahren.

Mir fällt die Geschichte ein von einem Waisenhaus. Es gab nichts mehr zu essen, trotzdem haben sich alle Kinder an die Tische gesetzt und für das (nicht vorhandene) Essen gedankt. Kaum wurde ‚Amen‘ gesagt, klopfte es an der Tür und jemand spendete genug Lebensmittel für alle.

Erst kürzlich haben wir einen Bericht gelesen von Mark Batterson, dem Autor des Buches ‚Nachfolge total‘. Als Pastor unterschrieb er den Kaufvertrag für ein neues Gebäude, nur hatte er zum Zeitpunkt der Unterschrift kein Geld um das Gebäude tatsächlich zu kaufen. Voller Vertrauen und in dem Wissen, dass Gott ihm dieses Gebäude geben möchte, fing er an Geld zu sammeln. Als die Zahlungsfrist nur noch einen Tag währte, fehlten noch 7500 Dollar.  Zwei Ehepaare spendeten genau an diesem Tag unabhängig voneinander und nichts von der Deadline ahnend große Geldbeträge. Insgesamt 7500 Dollar.

Noch eine großartige Geschichte: kurz nachdem das Dallas Theological Seminary seine Tore geöffnet hatte, kam es in eine finanzielle Krise. 1929 versammelte sich das gesamte Kollegium im Büro des Direktors und betete um finanzielle Versorgung. Noch während sie beteten, klopfte es an der Tür. Es wurde die Nachricht überbracht, dass soeben 10 000 Dollar gespendet wurden.

Das sind alles große Wunder. Aber Gott ist auch im Kleinen. Vor ein paar Wochen habe ich einen Rundbrief von Bekannten gelesen, die als Missionare in München arbeiten. In dem Brief ging es um Gottes Versorgung. Sie wohnen in einer sehr noblen Gegend Münchens und es gibt dort so eine Art Flohmarkt, wo die etwas Betuchteren all die Sachen abladen, die sie nicht mehr brauchen. Gott hat der Familie auf diese Weise schon neuwertige Möbel für einen sehr kleinen Preis geschenkt. Was mich aber besonders berührt  hat: als ein Weinglas aus einem Set zerbrach, das ihnen sehr viel bedeutete, fand die Mutter nicht lange danach bei diesem Flohmarkt genau so ein Weinglas – das Set ist wieder komplett. Gott kümmert sich einfach um alles, wenn wir ihn nur lassen.

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Ich kann mich erinnern, dass ich einmal während meiner College Zeit in Amerika dringend Geld benötigte. Ich hatte bereits einen Scheck ausgeschrieben über einen bestimmten Betrag, hatte aber nicht bedacht, dass dieses Geld nicht auf meinem Konto zur Verfügung stand. Ich überlegte, wie ich dieses Problem lösen könnte und ging zu meinem Briefkasten um meine Post abzuholen. Unter den Briefen war ein Umschlag aus Österreich. Eine liebe Freundin hatte mir vor zwei Wochen exakt den Geldbetrag zugeschickt, den ich an diesem Tag so dringend benötigte. Ich war voller Staunen!

Einer meiner  Bibelschullehrer am Bodenseehof hat mal gesagt, dass Gott für alle Konsequenzen zuständig ist, wenn man seinem Ruf folgt. Ein englischer Spruch lautet: ‚When God gives a vision, he also gives provision.‘ Wenn Gott eine Vision schenkt, dann schenkt er auch die nötige Versorgung. Die Bibel ist voller Verse, in denen Gott Versorger genannt wird. Jesus selbst sagte: ‚Schaut euch die Vögel am Himmel an. Sie säen nicht, sie ernten nicht und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?‘ Matth. 6,26

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Obwohl wir noch nicht die gesamte Summe an finanzieller Unterstützung beisammen haben die wir brauchen, sind wir doch voller Frieden und Zuversicht. Gott, der uns bis hierhin geführt hat, wird uns auch weiterhin begleiten und versorgen. Ich kann dieses tiefe Ruhe in mir kaum in Worte fassen, sie ist wirklich übernatürlich. Weltliche Sicherheiten sind uns keine Stütze, wir stützen uns allein auf Gott, unseren Vater, der weiß was wir brauchen noch ehe wir es ihm sagen.

Wenn Gott dich ruft uns finanziell zu unterstützen, dann freuen wir uns wenn du uns schreibst: jeremy.l.hammond@gmail.com oder inkahammond@gmail.com. Oder wende dich direkt ans Gebetshaus: partner@gebetshaus.org. Danke!

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Good-byes & Good-readings

A decision made in November became reality last thursday when I had my last day at Infineon.  Sadness, joy, anticipation and persistance all seam possible to feel within a single emotion.  So many heartfelt „goodbyes“ said in one day were not easy to handle.

I am filled with such thankfulness for my team at Infineon and the many challenges and victories we won together.  They were intense 2,5 years.  We re-invented recruiting.   I am sure I will need to reflect so much more on the past 12 years in Business – from Bank Teller, to Salesman, to Headhunter, to Project Manager, to Talent Attraction Manager to Prayer House Missionary.   I write this with a smirk on my face.  😉  I’m sure more reflections on this will follow.

I will miss my Dream-Team:  the creative mind-changers, the extreme hard workers, the practical professionals, the fighters who closed the ranks to help out, the innovators, the many laughs and the fun.

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My farewell gift from my Team – A Calender to remember the good times

Next week I start at the prayer house in Augsburg, devoting most of my energy and time to prayer.  I am sure this will be an adjustment – I still feel very much „stuck“ in my mind in the business world.  What will it be like to spend most of my energy and time in prayer?  Will God surprise me?  Will it seam as crazy at it sounds at times when I’ve shared it with people?  Or will it feel like „coming home“?  I am filled with a curiosity and look forward to a new lifestyle.    Today I had an initial meeting with my future morning-shift leader at the prayer house.  It made it all become more real.  I am so excited to be working together with a fellow Viennese.

On Friday I will leave for a couple days for „alone-time“ – off to explore the Stauden-Meditationsweg in „Westliche Wälder“ – a huge Forest west of Augsburg.  I have such a longing in me to reflect.  I am so thankful to my wife who made this possible and gave me these days as my valentines day gift.

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Along with me, I will be be taking some of the most explosive and dangerous books I have read.  These books have been such a challenge and encouragement to me over the past 6 months. They have challenged me to embrace life – to live it to the fullest! – to challenge the status quo – to not let fear dominate my decisions – to go deeper and fight mediocrity.  So in case you are looking for a dangerous read… here is my strong recommendation:

Perhaps you have already read one of these books? – I would love to hear your thoughts!

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  • don’t waste your life by John Piper  (German) Dein Leben ist einmalig: Vergeude es nicht! available here
  • In meinem Herzen Feuer: Meine Aufregende Reise ins Gebet by Johannes Hartl available here
  • All the places to go.  How will you know? by John Ortberg  (German)  Die Tür ist offen! available here
  • All In by Mark Batterson  (German) Nachfolge Total available here
  • Risk is Right by John Piper

 

Tee, Taschentücher und youtube

Ich lag heute den ganzen Tag mit einer fiesen Erkältung im Bett. Es drohte mir langweilig zu werden und ich fing an mich selbst zu bemitleiden, doch Gott sei Dank gibt es YouTube. Ich habe heute in meinem Schlafzimmer viele Begegnungen mit Gott gehabt und ich bin jetzt fast dankbar für den Schnupfen und Husten, weil manchmal (eher öfter…) muss mein schnelles, geschäftiges Leben entschleunigt werden, dass das Herz wieder still werden kann und hören kann auf das Reden Gottes.

Pete Greig’s  Vortrag auf der MEHR2016 habe ich nur zur Hälfte mitbekommen und ich wollte ihn mir seitdem anhören. Heute hatte ich die perfekte Gelegenheit und es war für mich das perfekte Timing. Dieser Satz bewegte mich sehr: ‚Gottes Gegenwart ist der Schlüssel für alles.‘ oder ‚Wir können mit unbeantworteten Gebeten leben, nicht aber ohne die Gegenwart Gottes.‘ Es ist ein 45minütiger Vortrag, den man sich wirklich anhören sollte.

Und dann dieses Lied:

So wun.der.schön…’du bist gut, du bist gut….du enttäuscht mich nie..‘ Wir brauchen das so sehr: diese Erinnerung daran, dass Gott GUT ist! Ich habe das heute auf alle Fälle heute sehr nötig gehabt und es bricht jeden meiner Zweifel und jede Sorge, wenn ich Gott zurufe, dass er gut ist und dass ich ihm vertraue!

Das folgende Lied habe ich durch Zufall entdeckt. Es ist von einer messianisch-jüdischen Lobpreisleiterin aus Israel. Wow, einfach nur wow. Ich LIEBE hebräischen Lobpreis…kleiner Tipp: es gibt noch einige andere Lieder von ihr auf YouTube, sehr empfehlenswert!

Und dann bin ich schließlich an diesem prophetischen Vortrag von Patricia King hängen geblieben. Sie gibt darin ihre Eindrücke für 2016 weiter und ich fand das sehr ermutigend!

Das war also mein Tag…Tee, Taschentücher und ganz viel YouTube. Mein Gebet nach dem heutigen Tag ist: ‚Herr, mach mein Herz weich und belehrbar…gib mir Hunger nach mehr von deiner Gegenwart. Hilf mir im Alltag inne zu halten und meinen Blick auf dich zu richten. Sei du mir das Wichtigste und Beste im Leben, mein größter Schatz.‘

Global Grading vs. God’s Grading

2 more days left at my job – Infineon!  I cannot describe what an emotional rollercoaster it has been for me these past weeks.   It is hard for me to even put it in words.  Leaving my job for the unkown.  Leaving a good team.  Leaving a great boss.  Leaving a very good paycheck.  Leaving a career.  Leaving security.  Leaving success.   I cannot deny it, but leaving hurts.   At times it has felt like I am cutting off my arm.  And on certain days I have been fighting my natural instincts as a man to hold on to success, praise, security and career.    “Stay the course!” and “Be persistent!” – phrases that have been filled with tremendous meaning for me in the past days.

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So now there are a lot of “Goodbyes” ahead of me.

With our ministry at the prayer house in Augsburg being completely funded by support – we are entering into a totally new lifestyle of dependence.   And I need to share this secret with you:  It is a privilege!  – and just like the emotion of fear has come over me in the past weeks –  I have also felt great joy and anticipation thinking  – “God: How are you going to pull this off?”  I am beginning to feel the thrill.

Infineon like every other Global DAX Company is a part of a Towers Watson Global Grading system which categorizes each job, each role according to its influence and scope into a grading system that thus determines your income.  If I would have stayed on at Infineon it would have been in these days that I would have received my promotion: entering an elite group within the company.  I would have left the collective agreement (IG Metall) and join the circle of GG employment (“Außertariflicher Angestellter“).  I would have become a Global Grade employee.  Certainly a great honor within the company that is always accompanied by a visit from the CEO and a laudatio held by your boss in front of your colleagues.

But now I am leaving and being promoted to a different GG Level – I call it “God’s Grading”.  He will now be the One who categorizes my job;  Setting the scope and the pay scale.  It is a promotion of a different kind.   Now I know that my Infineon Colleagues reading this might consider this extreme naïve thinking.   But I have the feeling it is closer to rock solid life than a paycheck.  And my big dream is one day soon to be able to testify about how wonderful this promotion has been.

As I was struggling through our financial setup with the lady responsible for the finances at the prayer house, she said something to me that put much of my fear I was feeling into perspective: “Jeremy, sometimes you have to make space in your life in order for God to break through”.  How true.   And so with anticipation I wait……because it is worth it all!

Where is God calling you to make space – to give up control- in order for him to show up?

This song from Jake Hamilton has been an expression of my heart these past days.

It feels like there’s something that’s just beyond reach
There is a wall that I’ve yet to breach
There is a truth that I finally see
I have no idea what I am doing

And You are still there
And You lead me there
Just beyond the breaking

There is a road that’s less traveled upon
And there is a lover and there is a song
And lets all agree we should all get along
We have no idea what we’re doing

And You are still there
And You lead me there
Just beyond the breaking

All I can offer is skin and bone
to the greatest love I’ve ever known.

It’s gonna be worth it. It’s gonna be worth it all.

25

Ein großes Anliegen von uns ist es, ehrlich und authentisch zu sein.  Wir wollen uns euch offen mitteilen – mit unseren Sorgen und Nöten und Ängsten. Und unseren Erfolgen und Etappensiegen.

25

’25‘ ist unser Etappensieg. 25% an monatlicher finanzieller Unterstützung hat uns Gott schon geschenkt. Menschen, die wir zum großen Teil gar nicht persönlich kennen, haben es von Gott auf das Herz gelegt bekommen uns jeden Monat mit einem bestimmten Betrag finanziell für den Dienst im Gebetshaus frei zu setzen.
Da wird nicht einfach nur Geld überwiesen. Da wird nicht einfach nur ein Dauerauftrag eingerichtet. Da kommen Segensströme ins fließen – zu uns, aber auch wieder zurück (daran glauben wir fest!).  Geld wird hergegeben, dass Gott rund um die Uhr angebetet werden kann – das erschüttert das weltliche Denken und macht abhängig von Gott. Geld wird investiert in das Reich Gottes – das bringt den Mammon ins Wanken. Wir sind davon überzeugt, dass wir gesegnet sind durch eure Gaben, aber ihr werdet ebenso gesegnet sein. Denn Gott sieht eure Leidenschaft, euer Opfer, eure Hingabe. Es geht um soviel mehr als nur Geld. Es geht um soviel mehr, als nur die Hammonds zu unterstützen. Es geht um Ewigkeit und den Aufbau des Reiches Gottes und Schätze im Himmel sammeln. Wir glauben: es geschieht Gewaltiges in der unsichtbaren Welt, wenn sich jemand dazu entscheidet, Geld ins Reich Gottes zu investieren. Egal wo und wie und wie viel.

’25‘  – das ist auch unsere Not. Von 25% des gesamten Gehaltes, das wir pro Monat benötigen, können wir nicht leben. Der 1. März rückt näher und wir fühlen uns so, als wären wir von einer Klippe gesprungen und wissen nun nicht, ob wir auch wirklich heil unten ankommen. Also, eigentlich wissen wir es schon! Gott WIRD uns versorgen. Aber im freien Fall kommt schon mal Angst hoch…Das Gebetshaus wird uns für einige Zeit finanziell aushelfen können – aber das Ziel ist bei 100% anzukommen und durch einen Unterstützerkreis abgesichert zu sein. Und wir wollen dem Gebetshaus natürlich so wenig wie nur möglich auf der Tasche liegen. Wir glauben und beten und hoffen und ringen, dass Gott Geld für uns frei setzt. Dass er mehr und mehr Unterstützer ruft, dass das ‚Team Hammond‚ wächst und Berge versetzen kann!

Wir dienen einem großen Gott, dem alles Geld dieser Welt gehört und wir hängen uns an ihn mit aller Kraft und lassen nicht los. Er ist unsere Hoffnung in all diesem Umbruch. Als ich Gott vor ein paar Tagen um ein Zeichen bat, war dieser Vers die Losung für den darauffolgenden Tag:

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.‘ Psalm 145,15-16

Gott wird für uns sorgen. Wir werden heil ankommen. Und Teil unseres Vertrauens in Gott ist diese Frage an dich: Hilfst du uns zu unserem nächsten Etappensieg?  Dürfen wir für dich einen Stein in unser Glas legen?

Wir beten um 50% bis zum 1. März. Nichts ist unmöglich, dem der glaubt. 

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No Test = No Testimony

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For my Birthday I was given a trial flight with a Paraglider.  I still have yet to go and so I have been thinking about it – wondering how it will feel to run off a cliff and hope that I won’t fall off the mountain.  It actually is a good picture of what I am experiencing right now in my heart.   Just before I run off the mountain I will have to put all my trust in the parachute that it will actually carry my weight and will land me at the bottom of the hill safely.  All the thinking and the head knowledge about the Parachute will be put on the line in that moment.  In that moment knowing that others have made it before me won’t really matter.  My question will be – “will it hold ME?”.  As my feet leave the ground and I only see the depths below: It will be all or nothing!

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Likewise Inka and I have talked a lot about God’s provision in the past years- we’ve heard a lot of stories from others – read a lot of books – but to truly step out and test it?  That is a new dimension.  When God called me to leave my well paid, secure job to become a prayer house missionary in Augsburg– did He also consider coming through for us?  Will God’s wings support us?  Will our feet hit new land?

„No Test = No Testimony“.  When I read this statement from Mark Batterson a month ago it really shook me up.   I must face a test in order to get a testimony!  Far too often I have chosen to stay safe to not truly put my full weight into his promises.  But when I do this – I miss out!  What a thrill to realize the chute will indeed hold me.  How deep my longing is for God to get the glory – to be a testimony of what He has done.

Likewise when I face a temptation (which is just another word for test) my normal reaction is to cringe – to duck – to close my eyes and hope it will pass.  When I do this – I miss out!  No test = No testimony.   This test/temptation is there so that God will get the glory in me relying on him to get me through to the other side.  When I rest in his promises – God get’s the glory!  This truth is completely transforming my view of temptation in my life.  I don’t want to any longer duck away.  In wisdom and understanding I want to take up my sword, shoulder my shield, close the visor and step out!  It is all or nothing.

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But then there are also times when we face suffering.  Hardship hits us or we are in a desert time where all seams dry and tough.  These too are tests.  Believe me I’ve been there.  And I have cried out to God to finally get me through these trials.  I admit I often wish for it to finally be over is greater than my desire for him to get the glory in and through it.  So I desperately need a change in the way I view such moments.  In it all he is to get the glory.

“Let them see that this is your doing, that you yourself have done it, Lord.” Psalm 109:27

Wenn Kinder beten…

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Gebet ist ein großer Teil unserer Familie. Wir beten vor dem Essen, wir beten vor dem Bett gehen, wir beten um Hilfe, wir beten, wenn wir dankbar sind. Es war mir schon immer wichtig, dass meine Kinder beten lernen..

Ich wollte von ganzem Herzen meinen Kindern Vorbild sein beim Beten – aber oft hat es sich einfach nicht ‘richtig’ angefühlt, oft hatte ich Angst, ich würde meinen Kindern nur etwas vormachen. Das Tischgebet wird oft nur heruntergeleiert, abends bin ich zu müde, um mich richtig zu konzentrieren.

Dann kam hinzu, dass ich ‘kindgerecht’ beten wollte. Ich vermied bestimmte Phrasen, die ich beim ‘erwachsenen’  Gebet formuliert habe. Ich betete nett und freundlich. Ganz a la ‘Ich bin klein, mein Herz ist rein…’ .

Ganz langsam verändert sich meine Sichtweise auf das Gebet mit meinen Kindern. Angefangen hat es in meinem Herzen. Ich begriff, dass Gebet vielmehr ist als ausformulierte Bitten oder Danksagung. Gebet ist ein Lebensstil, das Gebet sollte in meinem Herzen nicht verstummen – den ganzen Tag nicht. Selbst in der Nacht soll mein Herz mit Jesus verbunden sein und weiterbeten. Hätte man mir das vor ein paar Jahren gesagt, hätte ich mich kopfschüttelnd weggedreht. Was soll ich denn noch alles in meinen Tag reinpacken? Jetzt auch noch rund um die Uhr beten? Nein, danke.

Aber dann hat Jesus mein Herz berührt und ich fing an zu beten…dauerhaft. Ich sehnte mich mehr und mehr in Kontakt mit ihm zu sein und seine Gegenwart zu suchen. Ich ließ das Idealbild in meinem Kopf von der dreißigminütigen Stillen Zeit los und betete drauf los.  Beim Kochen, beim Wäsche machen, beim Kind anziehen, beim Geschirr spülen. Natürlich sind das keine wohl formulierten Gebete. Oft einfach nur ein: ‘Mehr von dir Jesus.’ Oder ‘Ich brauch dich, Jesus.’ Ein vor mich hin gemurmeltes Bibelwort. Oder ein mitgesummtes Lobpreislied. Oder einfach nur eine Last auf meinem Herzen, eine Sehnsucht nach Jesus und ein nach oben gerichteter Blick. Gebet ist so viel mehr, als das für was ich es immer hielt.

Natürlich gab und gibt es Momente, Tage wo ich kaum bete. Wo ich eingenommen bin von der Hetze des Alltags und die Gegenwart Gottes vergesse. Das tut mir aber nie gut und ich versuche so schnell wie möglich wieder in Verbindung zu treten mit Jesus. Das gelingt mir mal mehr, mal weniger gut. Aber die Sehnsucht nach ‘mehr’ treibt mich an. Der Heilige Geist zieht mich weiter auf dieser Reise ins Gebet.

Ich spüre eine Veränderung in mir und in meinem Alltag und wie ich meinen Kindern Gebet vermitteln will. Es gibt immer weniger die durchgekaute Kinderkost. Meine Kinder hören echte Gebete, wie sie das Leben diktiert. Gebete nach Hilfe, Gebete nach Versorgung, Gebete nach Schutz. Ich halte meinen Kindern nicht länger vor, dass das Gebet für mich lebenswichtig ist. Ich bin mutig geworden und bete vor meinen Kindern in neuen Sprachen. Früher hatte ich Angst, ich würde sie damit überfordern.
Heute habe ich das erste Mal meine Kinder aufgefordert mit mir zum Gebet nieder zu knien – vor ein paar Wochen noch, hätte ich Sorge gehabt, sie würden mich nicht ernst nehmen. Aber ich glaube, meine Aufrichtigkeit im Gebet färbt ab. Ich veranstalte keine Show. Ich bete auch, wenn ich alleine bin – das spüren meine Kinder. Und ich bin erstaunt wie souverän sie mit dem Übernatürlichem umgehen. Es erschreckt sie nicht und schreckt sie nicht ab. Kinder sind geistlicher, als man ihnen zutraut.

Es berührt mein Herz, wenn meine Kinder beten. Ich sehe da Tiefgang und neuen Glauben. Wenn meine 5 jährige für Israel betet und dass Gott den Juden den Schleier von den Augen wegnimmt. Wenn meine 9 jährige für die Flüchtlinge betet und das Frau Merkel weise Entscheidungen trifft. Wenn meine 7 jährige für unser‘Spenderglas’ betet und im Glauben um drei volle Gläser bittet. Das erste ist noch nicht mal halb voll. Habe ich diesen Glauben? Habe ich dieses kindliche Vertrauen? Plötzlich lerne ich von ihnen.

Ich denke, dass wir in unseren Familien bereit sein müssen für eine tiefere geistliche Atmosphäre. Nichts gegen Kinderbibeln – aber ich will, dass meine Kinder auch den Löwen von Juda kennen lernen und nicht nur die niedlichen Zeichnungen von dem ewig lächelnden Jesus. Ich will, dass meine Kinder den geistlichen Kampf erlernen und Satan jetzt schon vor Angst zittert, wenn sie beten. Wir Eltern sind da in der Verantwortung…wir müssen voran gehen. Wir müssen uns Jesus zuerst ausliefern, wenn wir uns danach sehen, dass unsere Kinder das tun. Wir müssen zuerst in diese Sehnsucht nach ‘mehr von Jesus’ treten, wenn das unser Wunsch für unsere Kinder ist.

Und es ist nichts, was wir ‘erschaffen’ können. Wir können nichts tun, außer den Heiligen Geist einladen. Wir können betend durchs Haus gehen, unsere Kinder segnen. Und immerwährend auf den schauen, der unsere Rettung ist und die Rettung für unsere Familie…Jesus Christus.